Zwei Personen besprechen Unterlagen an einem Tisch mit Laptops und Stiften.
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Digitale Offenheit, analoges Verhalten: So versichern sich Jung und Alt in Österreich

Fast jeder zweite Österreicher kann sich vorstellen, eine Versicherung online abzuschließen. Doch zwischen digitaler Offenheit und tatsächlichem Verhalten klafft eine deutliche Lücke: Nur 28 % haben bislang tatsächlich eine Versicherung online abgeschlossen. Dieses Spannungsfeld wirft eine zentrale Frage auf: Was hält Menschen davon ab, den letzten Klick zu machen?

Eine aktuelle, repräsentative Studie mit über 1.000 Befragten aus ganz Österreich zeigt, wie unterschiedlich Generationen mit digitaler Absicherung umgehen – und welche Erwartungen sie an Versicherungen im digitalen Zeitalter haben.

Der digitale Wandel 

Die Digitalisierung prägt heute nahezu alle Lebensbereiche – von Kommunikation und Mobilität bis hin zu Banking und Shopping. Auch Versicherungen bleiben von diesem Wandel nicht unberührt. Doch wie digital affin sind die Österreicher tatsächlich, wenn es um Absicherung geht?

Eine umfassende Versicherungsstudie von livv.at, durchgeführt mit 1.056 Personen und repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Region, liefert dazu konkrete Einblicke. Sie zeigt, wie sich Einstellungen, Erwartungen und Nutzungsverhalten in den vergangenen Jahren verändert haben – und wo weiterhin Zurückhaltung besteht.

Aufgeschlossen, aber zurückhaltend

Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache: 47 % der Befragten geben an, keine Bedenken gegenüber einem Online-Abschluss von Versicherungen zu haben. Das deutet auf eine hohe digitale Offenheit hin. Gleichzeitig haben bislang nur 28 % diesen Schritt tatsächlich gesetzt.

Grafik mit Umfragewerten zur Bereitschaft und Bedenken beim Online-Abschluss von Versicherungen.

Die Hälfte der Österreicher würden eine Versicherung online abschließen  

Diese Diskrepanz zwischen Bereitschaft und Handlung ist bemerkenswert. Offenbar spielen neben technischen Aspekten vor allem emotionale Faktoren eine Rolle. Vertrauen bleibt ein zentrales Thema, ebenso wie die Gewohnheit, bei komplexen finanziellen Entscheidungen auf persönliche Beratung zu setzen. Gerade bei langfristigen Verpflichtungen fällt es vielen schwer, vollständig auf menschlichen Kontakt zu verzichten.

Generationenfrage: Wo sich Jung und Alt unterscheiden

Besonders aufschlussreich ist der Blick auf die einzelnen Generationen. So informieren sich 20 % der 18- bis 29-Jährigen über Social Media, wenn es um den Abschluss einer Versicherung geht. Ältere Generationen setzen beim Versicherungsabschluss hingegen stärker auf klassische Kanäle wie persönliche Beratung oder Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis. 

Diese unterschiedlichen Zugänge prägen auch das Abschlussverhalten und stellen Versicherungen vor die Herausforderung, mehrere Zielgruppen gleichzeitig anzusprechen. Gleichzeitig zeigt die Studie: Für 44 % der Befragten sind digitale Prozesse bei Versicherungen wichtig. Das bedeutet im Umkehrschluss jedoch auch, dass mehr als die Hälfte diesem Aspekt aktuell keine hohe Priorität einräumt. Die Branche bewegt sich damit in einem Spannungsfeld zwischen Innovation und bewährten Strukturen.

Datenschutz als zweischneidiges Schwert

Ein zentrales Thema im digitalen Wandel bleibt der Datenschutz. Die Mehrheit der Befragten gibt an, Versicherungen grundsätzlich zu vertrauen – unabhängig davon, ob es sich um traditionelle oder digitale Anbieter handelt. Fast die Hälfte macht beim Thema Datenschutz keinen Unterschied zwischen beiden Modellen.

Gleichzeitig wären 54 % bereit, beim Datenschutz Kompromisse einzugehen, wenn dafür günstigere Beiträge oder bessere Konditionen winken. Niedrigere Kosten scheinen für viele attraktiver zu sein als absolute Datensouveränität. Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung oder Fitness-Tracker in der Krankenversicherung verdeutlichen diese Entwicklung bereits. Persönliche Daten werden zur neuen Währung, mit der sich finanzielle Vorteile erzielen lassen. Wo dabei die ethischen Grenzen verlaufen, wird die Branche in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen.

Ablebensversicherungen: Bewährte Vorsorge im digitalen Wandel

Ein Bereich, der im Zuge der Digitalisierung weiter an Zugänglichkeit gewinnt, ist die Ablebensversicherung. Sie zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Instrumenten der finanziellen Vorsorge und dient dem gezielten Schutz von Angehörigen. Im Ernstfall stellt sie eine vereinbarte Geldsumme bereit, um laufende Kredite abzusichern, den Lebensstandard der Hinterbliebenen zu erhalten oder finanzielle Verpflichtungen zu decken.

Mit dem digitalen Wandel haben sich vor allem die Prozesse rund um Information und Abschluss weiterentwickelt. So ermöglichen es Online-Rechner für Ablebensversicherungen heute, den eigenen Absicherungsbedarf transparent und nachvollziehbar einzuschätzen, indem sie Faktoren wie Laufzeit, Versicherungssumme und Alter berücksichtigen. Auch der Abschluss selbst kann mittlerweile vollständig digital erfolgen – strukturiert, verständlich und ohne papierbasierte Abläufe.

Sicherheit bleibt oberste Priorität

Das Sicherheitsbedürfnis der Österreicher ist nach wie vor stark ausgeprägt. 25 % besitzen drei Versicherungspolicen, 22 % sogar mehr als fünf. Auch bei der finanziellen Vorsorge dominiert Bewährtes: Das Sparbuch bleibt mit 67 % Zustimmung die beliebteste Form der Absicherung.

Eine Grafik zu einer Studie über Versicherungen

Viele Österreicher verfügen über mehrere Versicherungspolicen 

Diese Zahlen verdeutlichen ein grundlegendes Muster. Digitalisierung wird dann akzeptiert, wenn sie Sicherheit nicht ersetzt, sondern vereinfacht. Schnelligkeit und Komfort dürfen nicht zulasten von Verlässlichkeit gehen. Für Versicherungsunternehmen bedeutet das einen Balanceakt: Wer zu rasch digitalisiert, riskiert Vertrauen zu verlieren – wer zu zögerlich agiert, verpasst den Anschluss an jüngere Zielgruppen. Hybride Modelle, die digitale Prozesse mit persönlicher Beratung kombinieren, gewinnen daher an Bedeutung.

Fazit: Digitale Nutzererwartungen entscheiden über den Versicherungserfolg 

Die aktuelle Versicherungsstudie liefert wertvolle Einblicke in ein sich wandelndes Nutzerverhalten. Versicherungen sind längst nicht mehr nur eine Frage des Vertrauens in persönliche Beratung, sondern zunehmend auch eine Frage der digitalen Nutzererfahrung. Wer digitale Prozesse verständlich, sicher und transparent gestaltet, entscheidet darüber, ob aus grundsätzlicher Offenheit auch tatsächliches Handeln wird.

Autor: Daniel Schwarz 

Mann mit blonden Haaren und blauem Hemd lächelt vor unscharfem Hintergrund.

Daniel Schwarz ist als Online Marketing Manager bei Livv.at tätig, einer digitalen Versicherungsplattform der Lebensversicherung von 1871 a. G. München. Durch seine fundierte Expertise im Onlinemarketing gilt er als ausgewiesener Fachmann in diesem Bereich. Livv.at ermöglicht den vollständig digitalen Abschluss von Ablebens- bzw. Risikolebensversicherungen und schafft damit eine wichtige finanzielle Absicherung für Familien, Kinder und Partner.

Website: https://www.livv.at/

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