Mobilfunk
03/18/2011

A1 erlässt Handyrechnung über 25.000 Euro

Der Vorarlberger Skilehrer aus Stuben am Arlberg, dem sein Handy-Netzbetreiber A1 Telekom eine Monatsrechnung von knapp 25.000 Euro ausstellte, muss diese Summe nicht bezahlen. A1 verzichtet auf das Geld, der Kunde wechselte zu einem All-in-Datentarif.

Der Rechnung zufolge soll der Vorarlberger mit seinem iPhone 450 Mal eine Datenverbindung - regelmäßig am Wochenende und gegen Mitternacht - aufgebaut und dabei 7,58 Gigabyte an Datenvolumen

haben. Der Mann selbst gab an, sein Handy nur zum Telefonieren zu benützen. Für ihn sei überhaupt nicht nachvollziehbar, wie diese Verbindungen zustande gekommen sein sollen. A1 seinerseits beharrte stets darauf, dass die Abrechnung korrekt sei.

20 Euro statt 25.000
Obwohl das Mobilfunkunternehmen weiter dieser Ansicht ist, soll dem Skilehrer die 25.000 Euro-Rechnung nun erlassen werden, berichtet ORF Radio Vorarlberg. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass der Mann in einen für sein iPhone passenden Datentarif wechselt und für 24 Monate einen entsprechenden Vertrag abschließt. Damit könne der Skilehrer mit seinem Handy künftig um 20 Euro pro Monat unlimitiert im Internet surfen.

Paul Rusching von der Arbeiterkammer Vorarlberg (AK), der sich um das Anliegen des Mannes kümmert, sprach gegenüber dem Rundfunk von einem akzeptablen Angebot. Nachdem aber auch noch viele andere Betroffene mit vier- und fünfstelligen Handy-Rechnungen bei der AK vorstellig geworden seien, brauche es endlich eine grundsätzliche Lösung für das Problem.

Absichtserklärung
Erst vor wenigen Tagen hatten die Mobilfunker eine freiwillige

unterzeichnet, die derartige Fälle verhindern soll. Im Falle des Vorarlbergers habe das Warn-SMS-System versagt, dader Kunde seine Daten "in kürzester Zeit" verbraucht habe und laufende Verbindungen bei den Warnungen nicht berücksichtigt werden können, wird A1 von ORF Vorarlberg zitiert. Der Kunde habe ein iPhone ohne Datentarif genommen.

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