Digital Life
30.03.2015

Apple-Chef Cook warnt vor Gesetzen zur Religionsfreiheit

Tim Cook spricht sich in einem Beitrag für die Washington Post gegen US-Gesetze aus, die auf Basis von Religion die Diskriminierung Homosexueller erlauben würden.

Apple-Chef Tim Cook hat sich mit scharfen Worten gegen neue Gesetze in mehreren US-Staaten gewandt, die Unternehmen die Diskriminierung Homosexueller ermöglichen könnten. „Es passiert etwas sehr Gefährliches in Staaten im ganzen Land“, schrieb Cook am Sonntag in einem Beitrag für die „Washington Post“.

Protest gegen Indiana

Die fraglichen Gesetze würden einer „Ungerechtigkeit“ den Weg ebnen und gegen die Gründungsprinzipien der USA verstoßen. Cook hatte im Herbst seine Homosexualität öffentlich gemacht. Mit dem Zeitungsbeitrag reagierte er auf die Verabschiedung eines umstrittenen Gesetzes im US-Staat Indiana in der vergangenen Woche. Die Regelung erwähnt Schwule und Lesben zwar nicht, ermöglicht es Unternehmen nach Auffassung von Kritikern aber, homosexuelle Kunden mit Verweis auf religiöse Überzeugen abzuweisen. In 18 weiteren Staaten gibt es ähnliche Gesetze.

"Diskriminierung ist schlecht für das Geschäft"

Cook betonte, solche Regelungen seien auch für Firmen unsinnig. „Amerikas Unternehmer haben vor langer Zeit erkannt, dass jede Form der Diskriminierung schlecht fürs Geschäft ist“, schrieb er. „Im Namen von Apple stelle ich mich gegen diese neue Welle der Gesetzgebung, egal wo.“ Er habe großen Respekt für die Religionsfreiheit, doch dürfe der Glauben kein Instrument der Diskriminierung sein.