Digital Life
05.02.2015

Argentinische Präsidentin verstört mit rassistischem Tweet

Ein offenbar als Scherz gemeinter Tweet aus China hat Argentiniens Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner Häme und Kritik beschert.

Sie hatte während ihres China- Besuches von einer Wirtschaftskonferenz am Mittwoch via Twitter auf spanisch die Nachricht abgesetzt: „Über 1000 Teilnehmer bei der Veranstaltung. Sind sie alle ... nur wegen Leis und Petloleum hier?“. Dabei hatte sie das „R“ durch ein „L“ ersetzt und auf spanisch von „Aloz“ (Arroz/Reis) und „Petlóleo“ (Petróleo/Petroleum) geschrieben und damit auf eine Spracheigenheit der Chinesen angespielt.

Die Zeitung „La Nacion“ bewertete den Tweet der 61-Jährige am Donnerstag als „verbale Inkontinenz“ und „jugendliche Pietätlosigkeit“. Es sei ein unverzeihlicher Fehler in der Diplomatie und im Leben, den Gesprächspartner lächerlich zu machen, dessen Gunst man erlangen wolle und von dem man Investitionen, Geschäfte und die Abnahme von Waren erwarte.