Die Pyramide neben einem skandinavischen Holzhaus.
Autarke Pyramide kommt mit Küche, Warmwasser und Handymasten
Im 17. Jahrhundert lebte Henry David Thoreau den Traum vom abgeschiedenen Leben in einer Hütte vor, seitdem hat sein „Walden“-Experiment viele Nachahmer inspiriert. In ihrer Abgeschiedenheit in der Pampa wünschen sich "Digitale Nomaden" und Tech-Bros aber heute auch Internet und einen gewissen Komfort.
The Klumpen verspricht genau das und bietet solchen Zivilisationsflüchtlingen die „moderne Welt in einer Box“ an: Auf rund 7 Quadratmetern Grundfläche ergänzt das autarke, „netzunabhängige Versorgungszentrum“ eine entlegene Hütte um alles, was dort fehlt: Warmwasser, Strom, Mobilfunk, eine Toilette und sogar eine Küche. „Stellen Sie es irgendwo auf der Erde ab. Drücken Sie auf ‚EIN‘ und betreten Sie das 21. Jahrhundert“, wirbt der Hersteller.
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© Klumpen
Pyramide empfängt Satelliteninternet
Zu den Herzstücken der 4,8 m hohen Pyramide zählen ein 7,5-kWh-Akku, Solarzellen an den Seitenflächen und ein Wechselrichter, der den Strom aus der PV-Anlage direkt für 230-Volt-Geräte wie Toaster, Geschirrspüler, Waschmaschine und Wandsteckdosen bereitstellt.
Neben dem Energiespeicher im unteren Bereich und der Solaranlage verfügt die Pyramide auch über eine Wärmepumpe zum Heizen und Kühlen, sowie über eine Antenne für Satelliten-Breitbandinternet und Mobilfunk.
Eine Zeichnung zeigt, dass oben eine Handyantenne integriert ist, während die Seitenflächen mit Solarpaneelen verkleidet sind und unten ein Batteriespeicher eingebaut ist.
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Recyceltes Duschwasser
Auch im Sanitärbereich bietet die Pyramide ein Rundumpaket: Ein Frischwassertank liefert Wasser für eine Dusche. Das in der ebenfalls integrierten Toilette heruntergespülte Schwarzwasser gelangt anschließend in einen separaten Septiktank.
Grauwasser vom Duschen und Abwaschen wird hingegen nach einem Filterprozess für die Toilettenspülung recycelt. Zur Ausstattung gehört außerdem eine Küche mit zwei Kochfeldern, einem Mikrowellenherd, einem Geschirrspüler und einem Waschbecken.
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Durch ein durchdachtes Design kommen viele Funktionen in der Pyramide unter.
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Für Selbstversorger, die nicht alles können
Die Pyramide wird im Herbst direkt ab Fabrik ausgeliefert und kommt mit fertig verlegten Kabeln, Rohrleitungen und Abflusssystem. Das Versorgungszentrum soll innerhalb von 24 Stunden in Betrieb genommen werden können.
Sie ist für Menschen gedacht, die zwar vom abgeschiedenen Leben in einer Hütte träumen, sich aber mit betrieblichen Anforderungen wie Wasser, Strom und Baunormen nicht auskennen. The Klumpen soll hier ein sorgenfreies Komplettpaket liefern – zumindest solange nichts kaputtgeht. Irgendwann müssen die autarken Hüttenbewohner jedoch trotzdem selbst den Wassertank auffüllen und den Septiktank entleeren.
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Auch für Vulkane und Gletscher
Das Versorgungszentrum wurde vom schwedischen Architekturbüro Himmelfahrtskommando entwickelt. Die Pyramide kostet voraussichtlich 35.000 Dollar (ca. 30.520 Euro), hinzu kommen in der EU 3.000 Dollar (ca. 2.616 Euro) an Lieferkosten.
The Klumpen ist also kein Schnäppchen. Die Firma hat sogar noch eine teurere Extremvariante um 198.000 Dollar (ca. 172.660 Euro) im Angebot, die sich für den Aufbau auf Vulkanen und Gletschern eignen soll.
Die Auslieferung der ersten Serie startet planmäßig im September 2026. Derzeit kann man sich jedoch bereits ein Modell gegen eine Reservierungsgebühr von 2.000 Euro sichern.
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