Die Offshore-Anlage in China.

Die Offshore-Anlage in China.

© China State Construction and Engineering Corporation
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China bringt gigantischen Solarpark im Meer ans Netz

Das Guohua Investment Shandong HG14 Offshore Photovoltaic Project ist der erste Offshore-Solarpark mit einer Leistung von einem Gigawatt. Die Anlage wurde nun vollständig ans Netz angeschlossen.

Der Solarpark befindet sich vor der Stadt Dongying in Nordostchina. Rund 8 Kilometer von der Küste entfernt nimmt die Anlage eine Fläche von mehr als 1.200 Hektar ein. Das sind 12 Quadratkilometer oder etwa 20 Prozent der Fläche der Stadt Wien. Die Kosten für das Projekt sollen bei umgerechnet rund einer Milliarde Euro liegen.

2,3 Millionen PV-Module

HG14 besteht aus knapp 3.000 Stahlplattformen mit einer Größe von 60x35 Metern. Diese werden von rund 12.000 Stahlpfählen getragen, die in dem ein bis 4 Meter tiefen Gewässer stehen. Auf den Plattformen befinden sich 2,3 Millionen 710-Watt-Module mit einer Neigung von 15 Grad. Diese sollen zwischen 5 und 15 Prozent effizienter sein als vergleichbare PV-Anlagen an Land. Verantwortlich dafür ist die bessere Kühlung der Paneele auf dem Meer und die reflektierende Meeresoberfläche, durch die mehr Sonnenstrahlen auf die bifazialen Module fallen.

Die Anlage soll Stürmen mit Windstärke 11 und auch eisigen Bedingungen im Winter standhalten können. Die Elektrizität wird über Seekabel zu einem Umspannwerk gebracht. Ein Energiespeichersystem (200 MWh) soll die Netzstabilität sichern, auch wenn einmal keine Sonne scheint.

1,78 Terawattstunden Strom pro Jahr 

HG14 soll laut PV-Magazine 1,78 Terawattstunden Strom pro Jahr produzieren. Das sind 60 Prozent des Strombedarfs eines Stadtbezirks. Zum Vergleich: Der Stromverbrauch von ganz Österreich liegt bei rund 73 Terawattstunden. Die Stadt Linz verbraucht pro Jahr etwa 2 Terawattstunden.

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