In this March 7, 2013 photo released by the Korean Central News Agency (KCNA) and distributed March 8, 2013 by the Korea News Service, North Korean leader Kim Jong Un, center, uses binoculars to look at the South's territory from an observation post at the military unit on Jangjae islet, located in the southernmost part of the southwestern sector of North Korea's border with South Korea. Seven years of U.N. sanctions against North Korea have done nothing to derail Pyongyangís drive for a nuclear weapon capable of hitting the United States. They may have even bolstered the Kim family by giving their propaganda maestros ammunition to whip up anti-U.S. sentiment and direct attention away from government failures. (AP Photo/KCNA via KNS) JAPAN OUT UNTIL 14 DAYS AFTER THE DAY OF TRANSMISSION

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Digital Life
10/17/2017

Cyberangriff aus Nordkorea auf britische TV-Produktion

Nordkoreanische Hacker haben eine Produktions-Firma angegriffen, die für den TV-Sender Channel 4 an einer provokativen Serie über Nordkorea arbeitete.

Die Serie hätte "Opposite Number" heißen und sich um einen britischen Atomwissenschaftler drehen sollen, der in Nordkorea gefangen genommen wird. Wegen Geldmangels wurde daraus nichts. Während das Projekt noch lief, gab es einen Cyberangriff auf die Produktionsfirma Mammoth Screen, wie die BBC berichtet. Die Urheber sollen aus Nordkorea gewesen sein.

Die nordkoreanische Regierung hatte zuvor sehr verärgert auf die Ankündigung reagiert, dass "Opposite Number" auf dem britischen öffentlich-rechtlichen TV-Sender Channel 4 ausgestrahlt werden sollte. In der Produktionsfirma brach durch den Cyberangriff Panik aus, berichtet ein Insider: "Sie rannten herum, als stünden ihre Haare in Flammen." Die Projektleiter waren besonders besorgt, weil es zuvor, im November 2014 einen Cyberangriff auf Sony Pictures gegeben hatte, nachdem das Unternehmen den Film "The Interview" in die Kinos bringen wollte. Darin geht es um einen Mordanschlag auf den nordkoreanischen Diktator.

Der Cyberangriff auf Mammoth Screen rief den britischen Geheimdienst auf den Plan. Während es - im Gegensatz zum Angriff auf Sony Pictures - zu keinem nennenswerten Schaden kam, sind amerikanische und britische Geheimdienste alarmiert über die zunehmend ausgefeilteren Angriffstechniken nordkoreanischer Cyber-Krieger.