Drogeriekette dm will mit KI fremdsprachige Kunden in Filialen beraten
Die Drogeriekette dm will bei der Kundenberatung laut eigenen Angaben auf Künstliche Intelligenz setzen. Dafür hat der Konzern sein Filialnetz in 14 Ländern mit einem eigens entwickelten Sprachübersetzer ausgestattet. Die Anwendung, die von der Technologietochter dmTECH konzipiert wurde, ist seit August 2025 im regulären Betrieb und unterstützt mittlerweile 31 Sprachen.
Nach ersten Testläufen im Jahr 2023 in deutschen Grenzregionen wurde die Lösung nun international ausgerollt, wobei das Unternehmen betont, dass die Technologie die persönliche Beratung ergänzen, aber nicht ersetzen soll.
Auf Basis eines LLM
Laut dm basiert die Anwendung auf einem Large Language Model (LLM), das innerhalb einer gesicherten Unternehmensinfrastruktur betrieben wird. Die Mitarbeitenden nutzen die Software auf ihren Dienst-Smartphones, wobei das Display so gestaltet ist, dass Kunden und Personal die Übersetzungen gleichzeitig mitverfolgen können.
Das Modell ist so trainiert, dass Fehlübersetzungen bei speziellen Produktbegriffen minimiert werden sollen. Im Sinne des Datenschutzes werden laut Unternehmen keine Informationen dauerhaft gespeichert, sämtliche Gesprächsdaten werden unmittelbar nach dem Ende der Beratungssituation gelöscht und fließen nicht in externe Systeme ab.
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Weitere Funktionen
Das Sprachportfolio umfasst unter anderem Arabisch, Chinesisch, Englisch, Polnisch, Türkisch und Ukrainisch. Neben der klassischen Übersetzung bietet die Anwendung eine zusätzliche Barrierefreiheits-Funktion für hörgeschädigte Menschen an, indem sie das gesprochene Wort in Echtzeit als Text auf dem Bildschirm transkribiert, ohne eine Übersetzung vorzunehmen.
Für die Zukunft ist bereits ein weiterer Ausbau der Applikation geplant: Das Team von dmTECH arbeitet derzeit an der Implementierung einer Sprachausgabe. Diese Funktion soll die Beratung noch inklusiver gestalten und die Kommunikation durch akustische Übersetzung weiter vereinfachen.
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