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Ebay steigert Quartalsgewinn

Mit einem Quartalsgewinn von 40 Prozent pro Aktie, Einmaleffekte ausgeschlossen, übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten um drei Cent. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge um ein Prozent auf 2,25 Milliarden Dollar, vor allem dank des Online-Bezahlsystems PayPal.

"PayPal hat weltweit Marktanteile gewonnen", sagte Firmenchef John Donahoe am Mittwoch. Das machte sich deutlich im Gewinn des dritten Quartals bemerkbar, der um 23 Prozent auf unterm Strich 432 Millionen Dollar (310 Mio Euro) kletterte.

Donahoe hob deshalb die Jahresprognose an - die Anleger waren begeistert. Nachbörslich sauste die Aktie um 9 Prozent nach oben. Dabei störte es auch nicht, dass der Gesamtumsatz auf den ersten Blick bei 2,2 Milliarden Dollar nahezu stagnierte. eBay hatte zwischenzeitlich seine Internettelefonie-Tochter Skype verkauft. Diese herausgerechnet, lag das Plus bei 10 Prozent.

Das Gros zum Wachstum trugen die Bezahldienste bei, die damit eine immer wichtigere Stellung im Unternehmen einnehmen. Ihr Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 22 Prozent auf 838  Millionen Dollar. Der Internet-Marktplatz selbst legte indes nur um 3 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar zu.

Über PayPal können Kunden unter anderem ihre eBay-Einkäufe bezahlen. PayPal bietet seine Dienste aber auch fremden Online-Shops an. Das zweite Standbein ist für eBay vor allem deshalb wichtig, weil der Rivale Amazon.com dem Marktplatz mit hohen Rabatten und vielfach kostenlosem Versand das Leben schwer macht. Der weltgrößte Einzelhändler legt seine Quartalszahlen an diesem Donnerstag vor.

eBay versucht gegenzusteuern und arbeitet seit längerem am Ausbau des Online-Auktionshauses zu einer Handelsplattform mit mehr Festpreis-Angeboten, Profi-Verkäufern und Neuwaren. Deutschland ist für Konzernchef Donahoe dabei eine der Vorzeigeregionen, wo die Neuausrichtung schon ein gutes Stück gelungen ist. In Deutschland lockt eBay seine Kunden zudem mit kostenlosen Kleinanzeigen - erfolgreich, wie das Unternehmen beteuert.

Im Gesamtjahr will eBay nun einen Umsatz von bis zu 9,15  Milliarden Dollar erreichen und einen Gewinn je Aktie von bis zu 1,33 Dollar erwirtschaften. Das ist mehr als bisher veranschlagt, allerdings weniger als die ursprünglich erwarteten 1,34 Dollar.

Im Krisenjahr 2009 hatte der 1,9 Milliarden Dollar schwere Verkauf von Skype die Kasse prall gefüllt. eBay hatte den Internettelefonie-Dienst Mitte November mehrheitlich an eine Investorengruppe um den Internetpionier und Netscape-Gründer Marc Andreessen verkauft. Die Investoren wollen Skype nun an die Börse bringen.

(apa/dapd/dpa)

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