Digital Life
06.03.2018

Ethereum Smart Contracts: 34.000 Sicherheitsprobleme gefunden

Smart Contracts sind Verträge, die auf der Blockchain-Technologie basieren. Die Sicherheit lässt noch zu wünschen übrig.

Smart Contracts sollen es den Beteiligten erlauben, ohne Kontrollinstanzen Verträge abzuschließen, die trotzdem fälschungssicher sind. Dabei wird die Blockchain als zugrundeliegendes Register verwendet. Auf der Plattform von Ethereum werden Smart Contracts derzeit vor allem benutzt, um Initial Coin Offerings für andere Kryptowährungen abzuwickeln. Dabei werden neu ausgegebene Krypto-Münzen über die Blockchain von Ethereum gegen Bezahlung an Investoren verteilt.

Forscher haben dieses Netzwerk untersucht und festgestellt, dass es vor Sicherheitslücken strotzt, wie Technology Review schreibt. Sie haben in 34.000 Smart Contracts Probleme gefunden. Das scheint bei einer Million untersuchten Verträgen nicht so viel zu sein, allerdings betonen die Forscher, dass sie die Probleme nur durch blindes Ausprobieren gefunden haben. "Ich glaube, dass noch viele Sicherheitslücken entdeckt und klassifiziert werden müssen", sagt Ilya Sergey vom University College in London.

Derzeit seien selbst die möglichen Arten von Sicherheitslücken in Smart Contracts noch nicht ausreichend bekannt. Das liege daran, dass es sich um eine relativ neue Technologie handle. In der Vergangenheit sind trotzdem schon Fälle bekanntgeworden, in denen die unzureichend erforschte Architektur Probleme gemacht hat: So waren im vergangenen November Guthaben im Wert von 150 Millionen Dollar beim Wallet-Anbieter Parity plötzlich nicht mehr verfügbar.