Digital Life
25.07.2016

Europol will Opfern von Internet-Erpressung helfen

Mit der Website nomoreransom.org will die Europol Opfern von Krypto-Trojanern helfen, wieder Zugang zu ihren Daten zu bekommen.

Europol hilft Opfern von online Erpressung: Auf der am Montag in Den Haag präsentierten Site www.nomoreransom.org bietet die europäische Polizeibehörde Software gegen schädliche Ransom-Software an, die den Zugang zu Daten blockiert.

Bei einem Ransom-Angriff schleusen Kriminelle Viren in Computer ein, die Daten für die Verbraucher unzugänglich machen. Erst nach Zahlung eines "Lösegeldes" (ransom) wird der Zugang wieder freigeben. Ransom-Software kann über kriminelle Websites und infizierte E-Mail-Anhänge geladen werden. Ransom-Angriffe sind nach Angaben von Europol ein zunehmendes Problem in Europa.

Die auf der Website angebotenen Hilfsmittel können Daten wieder zugänglich machen. Das sei aber keine "wasserdichte Lösung", betonte Europol. Die entwickelte Software wirkt vorerst nur gegen einige Ransom-Viren. Viele andere konnten bisher noch nicht entschlüsselt werden. Verbraucher müssten weiter ihre Computer schützen und sollten nie Lösegeld bezahlen, warnt Europol.

Die Anti-Ransomprogramme wurden gemeinsam mit dem Chipfabrikant Intel und dem Sicherheitsunternehmen Kaspersky entwickelt. Im Kampf gegen Cyberkriminalität sei Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft notwendig.