Digital Life
16.06.2018

Ex-Trump-Berater Bannon steigt ins Bitcoin-Geschäft ein

Steve Bannon. © Bild: APA/AFP/OLIVIER DOULIERY

Der vor zehn Monaten aus dem Weißen Haus verjagte Bannon glaubt, dass Kryptowährungen das Bankgeschäft revolutionieren können.

Stephen Bannon war nach seinem Zerwürfnis mit Präsident Trump wieder auf seinen angestammten Posten als Chef des ultrakonservativen Onlinenachrichtenportals Breitbart zurückgekehrt. Nachdem er auch dort vor fünf Monaten entsorgt wurde, will er jetzt mit Kryptowährungsgeschäften neu durchstarten, wie die New York Times berichtet.

Bannon selbst will nicht viel zu seinen neuen Projekten sagen, weil er fürchtet, dass sein skandalumwitterter Namen negativen Einfluss auf seine Unternehmungen haben könnte. Wie die New York Times schreibt, hat Bannon aber zuletzt mehrere private Treffen mit Krypto-Investoren und Hedgefunds-Managern abgehalten. Dabei soll es um Initial Coin Offerings gegangen sein, die Bannon durch seine Investmentfirma "Bannon & Company" anbieten will.

Depolorables Coin

Bannon hat in Interview gesagt, dass er "eine gute Summe" in Bitcoin investiert hat. Auf einem Akademikertreffen in Harward hat Bannon im Frühjahr sogar die mögliche Gründung einer eigenen Kryptowährung in den Raum gestellt, die er "deplorables coin" nannte, ein Scherz auf Kosten von Hillary Clinton, die Trump-Anhänger einst als "Basket of deplorables" (einen Korb voller Bedauernswerter) bezeichnet hatte.

Bannons Interesse an einem Einstieg ins Geschäft mit Kryptowährungen ist noch recht frisch, er hat aber bereits erklärt, dass er gerne Unternehmern und Ländern unter die Arme greifen möchte, die eigene Kryptowährungen ausgeben wollen. Vor allem das Versprechen das Finanz-Establishments aufzuscheuchen, dürfte Bannon an Bitcoin und Co reizen. Die Eliten zu verschrecken war auch in Washington sein erklärtes Ziel. Durch Kryptowährungen sollen Bürger die Macht von den Zentralbanken zurückerobern, sagt Bannon.