Jedoch war dies nicht das erste Attentat der ETA auf die Tour de France. Sie legten 1992 während der Frankreich-Rundfahrt eine Bombe im Baskenland, welche jedoch von der Polizei entschärft werden konnte. Dieser Streckenverlauf wird seitdem gemieden.

© Bryn Lennon/Getty Images

Vorschlag
01/15/2017

Frankreich verzichtet auf Strafen bei "technischem Doping"

Seit einigen Jahren kommt es bei Spitzensportlern im Radbereich zum Einsatz von versteckten Motoren. Ein Verbot dagegen gibt es noch nicht.

In Frankreich haben sich Politiker dafür ausgesprochen, „mechanisches Doping“, also das Einsetzen von Antriebsmotoren bei Fahrrädern, bei Wettkämpfen wie etwa der Tour de France mit hohen Strafen zu versehen.

Der Politiker Marc Le Fur forderte etwa, das „mechanische Doping“ mit einem Jahr Gefängnis plus 3750 Euro Strafe zu ahnden, sollte so ein Motor bei jemanden gefunden werden. Gruppen, die derartige Einsätze von Motoren koordinieren, wollte der Politiker mit sieben Jahren Haft plus 150.000 Euro Strafe belegen. Der Politiker wollte, dass Frankreich hier eine Vorreiterrolle einnimmt, um derartigen Betrug zu bekämpfen, wie "CyclingTipps" berichtet.

Einigung auf Kompromiss

Für die Politikerin Jeannie Dubie kam diese Forderung allerdings zu früh, da die UCI bereits derartige Checks vor den Wettkämpfen im Einsatz hat, bei denen überprüft wird, ob verbotene Antriebsmotoren eingesetzt werden. Sie hält das geforderte Strafmaß für übermäßig hoch. Auch der für Sport zuständige Minister, Thierry Braillard, gab Le Fur keine Rückendeckung für seine Forderung. Dieser zog seinen Vorschlag nun zurück.

Einigen konnten sich die Politiker jedoch auf einen Kompromissvorschlag. Die Regierung will die „technischen Betrug“ jetzt untersuchen und einen Bericht dazu erstellen. Damit wurden auch die Weichen gestellt, dass derartiger Betrug eventuell in Zukunft kriminalisiert werden könnte.