Die gesamte Flotte von "Global Airlines" in einem Bild
Geparkter Airbus A380 ohne Crew: Chefs verlassen bizarre Mini-Airline
Das Fluggesellschaft-Start-up Global Airlines kann aus mehreren Gründen die Bezeichnung "bizarr" tragen. Einer ist sicherlich, dass ihre gesamte Flotte bis vor Kurzem aus einem einzigen gebrauchten Airbus A380 bestand, der zuvor für China Southern im Einsatz war. Damit wurden bisher 4 Sonderflüge von Großbritannien nach New York und wieder zurück durchgeführt. Seit dem Sommer 2025 parkt er ungenutzt am Flughafen Tarbes-Lourdes.
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Gegründet wurde das Start-Up vom Reise-Influencer und Gründer des Online-Reisebüros Holiday Swap, James Asquith. Jetzt gibt es wohl Unruhe in der Führungsriege. Die bestand zuvor neben Asquith noch aus dem OnlyFans-Gründer Tom Stokely und dem Investmentbanker Prashant Uttamchandani. Stokely war schon am 14. April offiziell von seiner Funktion als Direktor zurückgetreten, Uttamchandani folgte am 22. April, schreibt flightglobal. Dies ging erst im Mai aus einer Meldung an das britische Firmenregister hervor.
Die Gründer vlnr: Prashant Uttamchandani, Tom Stokely und James Asquith
© Global Airlines
Asquith kurzzeitig einziger Direktor
So blieb nur Asquith in der Führungsriege übrig. Der ernannte am 5. Mai Dylan Salamon, einen Fitnessunternehmer, zum neuen Direktor. Dieser war bereits seit Dezember 2025 als Berater für Global Airlines tätig. In Zukunft will Asquith weitere Direktoren ernennen. Stokely und Uttamchandani bleiben Anteilshaber.
Global Airlines hatte sich zuvor Berater aus der Luftfahrtbranche, etwa den früheren Kommunikationsleiter der britischen Zivilluftfahrtbehörde, Richard Stephenson, und den Virgin-Orbit-Investor Matthew Brown, ins Boot geholt. Industrie-Experten mit Erfahrung beim Leiten und Betreiben einer Airline fehlen im Team aber. Stephenson gab bereits im März 2025 seinen Posten als Direktor bei Global Airlines auf.
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Erste Flüge konnten nicht überzeugen
Die 4 bisher durchgeführten Flüge wurden in Kooperation mit der Fluggesellschaft Hi Fly Malta durchgeführt. Sie stellten das Personal für den Flug zur Verfügung, da Global Airlines bisher keine eigene Crew hat. Die wenigen Mitreisenden hatten sich eher verhalten zu ihrer Flugerfahrung geäußert. So hatte auch die 1. Klasse deutliche Gebrauchsspuren und die Ausstattung wirkte billig, wie der YouTuber Noel Philips in seinem Reisebericht darstellte.
Wie es mit der Airline weitergeht, ist unklar. Ursprünglich sollten 4 gebrauchte Airbus A380 mit 450 bis 470 Plätzen zwischen London-Gatwick, New York und Los Angeles betrieben werden. Die Website der Airline verspricht dabei vor allem Luxus, inklusive Kaviar und Champagner, und eine revolutionierte Flugerfahrung, ohne Details zu nennen.
2. Maschine vorgestellt - aber es ist kein A380
Ursprünglich war von 5 Klassen die Rede, inzwischen sollen 3 Klassen angeboten werden. Erst im Dezember hatte James Asquith das 2. Flugzeug der Airline vorgestellt. Die Firma habe für ihre Flotte einen Airbus A340-300 gekauft, was dem ursprünglichen Ziel, nur A380 zu betreiben, widerspricht. Die Maschine hat 291 Sitze und wird derzeit von HiFly zur Warmmiete (Wet-Lease) angeboten, was bedeutet, dass das Flugzeug inklusive Cockpit-Crew, Kabinenpersonal, Wartung und Versicherung angemietet werden kann.
Vor allem auf Instagram hat Global Airlines eine große Anhängerschaft mit 429.000 Followern. Die Zahl wirkt verdächtig hoch, fand auch Noel Philips. Er fand heraus, dass der Account vor Jahren einem türkischen Planespotter abgekauft wurde. Die Airline änderte Namen und Inhalte, behielt aber die Follower.
Arbeit an Betriebsgenehmigung
Gegenüber simpleflying hatte Asquith im Dezember 2025 erklärt, der A380 sei aufgrund einer längeren Wartung so lange außer Betrieb. Er beteuerte, dass die Firma am Ausbau der Flotte arbeite und man Fortschritte beim Erlangen des Air Operator Certificate mache. Diese Betriebsgenehmigung ist in der EU notwendig, um eine Airline zu betreiben.
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