Digital Life
14.08.2014

Gesichtserkennung: Flüchtiger nach 14 Jahren geschnappt

Im Jahr 2000 verschwand ein wegen Kindesmissbrauchs angeklagter US-Amerikaner. 14 Jahre später wurde er dank Gesichtserkennungs-Technologie in Nepal gefasst.

Neil Stammer wurde im Jahr 1999 wegen angeblichen Kindesmissbrauchs und Kidnapping verhaftet. Nach Zahlung einer Kaution kam er im Jahr 2000 frei und verschwand. Eine Fahndung verlief ergebnislos. 2014 grub ein FBI-Agent den Fall wieder aus und entdeckte eine Fährte. In der Datenbank des Diplomatic Security Service, der US-Behörde, die für das Aufdecken gefälschter Pässe zuständig ist, tauchte das Bild eines gewissen Kevin Hodges auf.

Mit Gesichtserkennungs-Software wurde festgestellt, dass es sich um Stammer handelte. Der Mann wurde in Nepal aufgespürt und verhaftet. In den vergangenen Jahren hatte er dort ein normales Leben geführt.

"Er fühlte sich sehr wohl in Nepal", sagt FBI-Ermittler Russ Wilson. "Mein Eindruck war, dass er nie dachte, man würde ihn entdecken". In den USA wird Gesichtserkennungstechnologie in immer größerem Umfang von Strafverfolgungsbehörden eingesetzt.