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AllThingsD
06/01/2011

Google buhlte vergeblich um Facebook

Ex-Google-Chef Eric Schmidt hat zugegeben, das soziale Netzwerk in den Anfangstagen unterschätzt zu haben. Sämtliche Bemühungen, mit Facebook enger zusammenzuarbeiten, seien zudem fruchtlos geblieben. Darüber hinaus warnte Schmidt vor einer "Balkanisierung des Internets".

Der frühere Google-Chef Eric Schmidt blickt reumütig auf vertane Chancen im Zusammenhang mit der Entwicklung sozialer Netzwerke zurück. „Wir haben uns enorm bemüht, uns mit Facebook zusammenzutun“, sagte Schmidt am Dienstag auf einer Konferenz des Technologieblogs AllThingsD. Facebook - heute das weltweit größte Online-Netzwerk - habe dies stets abgelehnt. Wie die Partnerschaft mit Facebook aussehen sollte, verriet der Manager nicht. Er sagte lediglich, dass die Google-Suche von einem Zugang zu Daten von Facebook-Nutzern profitieren könnte.

"Balkanisierung des Internet"
Schmidt warnte die Politik davor, mit einer staatlichen Regulierung die Rolle des Internet als weltumspannendes Netz aufs Spiel zu setzen. „Ich bin sehr besorgt, dass uns eine Balkanisierung des Internet droht“, sagte er. Schmidt bezogt sich dabei vor allem auf Pläne im US-Senat, zur Verhinderung von Urheberrechtsverletzungen einen Filter im Internet installieren zu lassen. „Bislang haben wir ein Internet, bis auf China“, sagte Schmidt. „Ich befürchte, dass wir irgendwann einen Zustand haben, bei dem jedes Land sein eigenes Internet hat.“

Facebook "unterschätzt"
Zugleich kam Schmidt auf Fehler in seiner zehnjährigen Zeit als Google-Chef zu sprechen. Er habe die Gefahren für Google durch Facebook unterschätzt. „Ich wusste, dass ich etwas tun muss, und ich habe es nicht getan“, sagte Schmidt, der nun Direktoriumsvorsitzender des US-Internetkonzerns ist.

+1 für Websites
Laut Medienberichten will Google seine Ende März

Funktion +1, mit der Nutzer Suchergebnisse bewerten können, auch auf Websites ausdehnen. Website-Betreiber sollen noch am Mittwoch die Möglichkeit erhalten, die Google-Version des Facebook-"Like-Buttons" in ihre Angebote zu integrieren.

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