EINIGUNG
12/03/2010

Google zahlt einen Dollar Schadenersatz

Wegen Street-View-Aufnahmefahrt auf Privatweg

Der US-Internetkonzern Google hat einen symbolischen Dollar Schadensersatz gezahlt, weil ein Auto des Straßenbilderdienstes Street View für seine Aufnahmen auf einen Privatweg gefahren war. Google habe die Verletzung des Privateigentums anerkannt und im Rahmen einer Einigung den einen Dollar gezahlt, hieß es am Donnerstag.

Aaron und Christine Boring aus dem Bundesstaat Pennsylvania hatten Google 2008 verklagt. Zuvor war eines der Street-View-Autos auf ihr Grundstück gefahren, um Aufnahmen vom Haus zu machen. Dabei ignorierte das Auto das Verbotsschild "Privatweg. Zufahrt verboten".

"Eingeknickt"

Aaron und Christine Boring zeigten sich zufrieden: "Dieser eine Dollar zeigt, dass wir Recht haben", erklärte das Ehepaar. "Google hätte uns gleich einen Entschuldigungsbrief schreiben sollen, aber stattdessen wollten sie beweisen, dass sie das Recht hatten, auf unseren Weg zu fahren." Dies sei dem Konzern nicht gelungen. "Wir sind zufrieden, dass Google letztlich eingeknickt ist."

In Österreich waren die Aufnahmen für den Google-Dienst im Frühjahr gestoppt worden, nachdem der Konzern einräumte, angeblich unbeabsichtigt personenbezogene WLAN-Daten bei den Fahrten gesammelt zu haben. Google will künftig auf die Sammlung dieser Daten verzichten. Die Datenschutzkommission (DSK) gab am Dienstag wieder freie Fahrt für die Google-Autos.

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(APA/AFP)

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