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Digital Life
08/29/2019

Hugh Grant nennt Boris Johnson auf Twitter "aufgeblasene Badeente"

In Online-Netzwerken gehen wegen der vom britischen Premier verordneten parlamentarischen Zwangspause die Wogen hoch.

Großbritanniens Premier Boris Johnson hat für das britische Parlament eine Zwangspause bis Mitte Oktober verordnet; die Queen hat eingewilligt.

Johnson will einen Brexit mit 31. Oktober, das Parlament einen mit Abkommen. Mit seiner Verordnung kommt er seinem Ziel nun näher und verhindert, dass seine Antagonisten seinen No-Deal abwehren. Das hat in der Politik und in der Bevölkerung für aufgebrachte Reaktionen gesorgt, unter anderem kam es zu Spontan-Protesten. Auch in Online-Netzwerken gingen die Wogen hoch.

Verärgert war auch Hollywood-Beau Hugh Grant („Notting Hill“), wie The Independent berichtet. Er hat seiner Empörung auf Twitter freien Lauf gelassen und an Beleidigungen in Richtung Johnson nicht gespart: „Du wirst die Zukunft meiner Kinder nicht versauen. Du wirst nicht die Freiheiten zerstören, für die mein Großvater in zwei Weltkriegen gekämpft hat. Verpiss dich, du aufgeblasene Badeente. Großbritannien ist von dir und deiner kleinen Gang masturbierender Vertrauensschüler angewidert“, schreibt er.

Starke Online-Petition

Grant scheint vielen Menschen aus der Seele zu sprechen – sein Tweet erhält über 270.000 Likes und wurde bereits fast 68.000 Mal geteilt.

Gegen die Zwangspause wurde auch eine Online-Petition gestartet, die bereits weit über eine Million Unterschriften zählt. In dieser wird verlangt, dass das Parlamentgeschehen bestehen bleibt, solange der Brexit nicht verschoben wird oder dessen Austrittsantrag zurückgezogen wird. Unterschreiben mehr als 100.000 Menschen, muss das britische Parlament eine Debatte zulassen.