Abfangmanöver aus der Luft fotografiert
© NATO Air Command
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Militärtechnik

Italienische Eurofighter fangen russisches Amphibienflugzeug ab

Am Freitag um 11:30 vormittags sind Eurofighter, die im Rahmen der NATO-Luftraumüberwachung stationiert sind, vom Flughafen Ämari in Estland aufgestiegen. Grund war ein russisches Flugzeug, das sich der Ostsee näherte. Die Jets haben die Berijew Be-200 daraufhin abgefangen. Das meldete die NATO Air Command auf ihrem X-Account.

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Was heißt abfangen?

Ziel solcher Einsätze ist es, fremde Maschinen visuell und elektronisch zu erfassen und zu begleiten. Damit soll sichergestellt werden, dass sie keine Bedrohung für den NATO-Luftraum darstellt. Ein Angriff oder eine direkte Konfrontation fand nicht statt, die Aktion diente primär der Überwachung, Abschreckung und Luftraumkontrolle. Im Jahr 2025 wurden über 500 solcher Abfangeinsätze im NATO-Luftraum durchgeführt.

Berijew Be-200

Die Berijew Be-200 ist ein russisches Amphibienflugzeug. Dank ihres bootähnlichen Rumpfes kann sie sowohl auf normalen Startbahnen als auch direkt auf dem offenen Meer landen und starten, selbst wenn dort Wellengang herrscht.

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International wird das Flugzeug als Löschflugzeug eingesetzt, weswegen es über Wassertanks verfügt. In dieser militärischen Variante dient die Be-200 primär der Seefernaufklärung sowie Such- und Rettungseinsätzen, wobei sie weite Küstenabschnitte überwacht. Anstelle von Wassertanks ist sie mit spezialisierter Sensorik, Radarsystemen und leistungsstarken Suchscheinwerfern ausgestattet, um Schiffe zu identifizieren oder im Ernstfall sogar U-Boot-Abwehrmissionen zu unterstützen. Das konkrete Modell wurde 2020 gebaut.

Was hat die Maschine dort gemacht?

Was genau die Maschine vorhatte, als sie Richtung Ostsee flog, ist unklar. Denkbar wäre etwa eine konkrete Aufklärungs-, Überwachungs- oder Rettungsmission. Möglich ist auch, dass es sich um einen Überführungsflug handelte. Da die russische Exklave Kaliningrad direkt an der Ostsee liegt, werden Maschinen regelmäßig dorthin verlegt, um die dortigen Luftstreitkräfte zu verstärken. Auch ein bewusstes Provokationsmanöver Russlands ist möglich.

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