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Kroatien bekommt eigenes WikiLeaks

Kroatien soll seine eigene Aufdecker-Internetseite im Stil von WikiLeaks bekommen. Betreiben will sie laut der Zeitung "Vecernji list" der 27-jährige Kriminologe Dean Golubic, der 2009 bei der Präsidentschaftswahl angetreten war.

In einer Woche will er auf der Seite wikileaks.hr mit der Veröffentlichung von brisanten Informationen starten. Golubic kündigte ferner an, dass darunter auch Dokumente über den in Salzburg in Auslieferungshaft sitzenden kroatischen Ex-Premier Ivo Sanader und dessen Mitarbeiter sein werden.

Finanzierung über Spenden

Golubic war der jüngste Präsidentschaftskandidat in Kroatien. Der Zeitung zufolge hat er mit der Regierungspartei HDZ (Kroatische Demokratische Gemeinschaft) gebrochen und seine eigene Partei, die Nationaldemokraten (Nacionalni demokrati) gegründet. Kroatische Politiker hätten in 20 Jahren mehr angerichtet als die Politiker im Rest der Welt, meinte Golubic sinngemäß gegenüber dem Blatt.

Die geplante Internetseite soll von 18 Mitarbeitern aus Kroatien, aber auch der Schweiz und den USA betrieben werden. Finanzieren soll sie sich durch Spenden aus der Bevölkerung. Mit WikiLeaks-Gründer Julian Assange will sich der Kriminologe nicht vergleichen. Assange habe keine politische Vergangenheit, während man ihm vorwerfen könnte, parteiisch zu sein, so Golubic.

Mehr zum Thema:

- OpenLeaks: Details zum WikiLeaks-Ableger

(APA)

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