Buße
06/02/2011

Mann muss sich 100 Mal via Twitter entschuldigen

Im Zuge einer außergerichtlichen Einigung als Wiedergutmachung einer Beleidigung

Weil er den Arbeitgeber einer Freundin beleidigte, muss sich ein Mann in Malaysia hundertmal über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter entschuldigen. Das legte ein Gericht in einer Einigung zwischen dem Beschuldigten und der Firma fest, wie Fahmi Fadzil am Donnerstag sagte. Fadzil hatte im Jänner auf Twitter geschrieben, dass eine schwangere Freundin schlecht von ihrem Arbeitgeber behandelt worden sei. Die Firma wollte den Mann verklagen, doch mit einer Einigung zwischen den Beteiligten konnte ein Prozess abgewendet werden.

„Sie haben verlangt, dass ich mich innerhalb von drei Tagen hundertmal über Twitter entschuldigen muss“, sagte Fadzil. Dann werde der Fall keine weiteren rechtlichen Konsequenzen haben. Grund für die Twitter-Lösung ist, dass sich Fadzil keine Anzeige in der Zeitung leisten kann. Donnerstag früh setzte er gleich die erste Kurzmitteilung ab und schrieb: „Ich habe Blu Inc. Media und Female Magazine beleidigt. Meine Tweets über ihre Personalpolitik waren falsch. Ich ziehe meine Angaben zurück und entschuldige mich.“ Fadzil wollte alle 35 Minuten eine Entschuldigungs-Meldung verschicken und so bis Samstagabend fertig sein.