Palmer Luckey

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USA
09/25/2016

Oculus-Rift-Erfinder unterstützt Anti-Clinton-Kampagne

Der 24-jährige Multimillionär ist einer der wenigen in der Tech-Szene, der im US-Wahlkampf Donald Trump tatkräftig unterstützt. Im Netz erntet er dafür Spott und Hohn.

Palmer Luckey, einer der Chefs und Erfinder von Oculus VR soll Nimble America finanziell unterstützt haben. Die dubiose Organisation greift im US-Wahlkampf Donald Trump unter die Arme und verbreitet im Netz Anti-Clinton-Memes. Darüber hinaus zeichnet sich Nimble America für ein großes Werbeplakat verantwortlich, auf dem eine comic-haft verzerrte Hillary Clinton unter dem Spruch "Too Big Too Jail" zu sehen ist.

Wie Luckey gegenüber The Daily Beast zugegeben hat, tritt er auf Reddit unter dem Pseudonym "NimbleRichMan" auf. Die Organisation hat ihm diesen Account zur Verfügung gestellt. Ziel der Online-Kampagne war es unter anderem den Diskurs auf Reddit und Social Media Pro-Trump bzw. Anti-Clinton zu beeinflussen, wie ein Vertreter von Nimble America auf Reddit schrieb. Dabei schreckten sie auch nicht vor fragwürdigen Informationen und fremdenfeindlichen Sprüchen zurück.

Fragwürdige Organisation

Es ist nicht ganz klar, wer tatsächlich hinter der Organisation steckt und was sie vorhat. Gegenüber The Daily Beast gibt Luckey an, dass er der einzige nennenswerte Geldgeber für Nimble America sei. Vielfach wird auch vermutet, dass die Kampagne nicht ganz ernst gemeint sei.

Luckey hat sich mit seinen politischen Ambitionen jedenfalls keinen Gefallen getan. Viele reagierten nicht gerade erfreut und machten auf Twitter ihren Ärger Luft.