Digital Life
24.11.2016

Online-Betrug: Steirerin um sechsstellige Summe erleichtert

Das Opfer ließ sich durch einen eingescannten Reisepass des Täters täuschen. Mittlerweile sind internationale Ermittlungen im Gange.

Einer gutgläubigen Oststeirerin ist von einem Internetbetrüger ein sechsstelliger Eurobetrag abgeknöpft worden. Der Täter hat sein Opfer aus Gleisdorf (Bezirk Weiz) dazu überredet, seit Anfang September mehrfach Geld auf verschiedene spanische Konten zu überweisen, wie die Landespolizeidirektion am Donnerstag mitteilte.

Die 52 Jahre alte Frau wurde Mitte des Jahres erstmals von einem angeblich 60 Jahre alten Amerikaner per E-Mail angeschrieben. Er antwortete auf eine Kontaktanzeige der Steirerin und gab sich als Ingenieur einer internationalen Ölförderfirma auf einer Bohrinsel mit eingeschränkter Internetverbindung aus. Im Laufe des weiteren freundschaftlichen E-Mail-Verkehrs überredete er die Frau zu einer ersten Überweisung auf ein spanisches Konto. Er argumentierte, dass er dringend Geld für einen Materialeinkauf benötige. Als Sicherheit schickte er ein Mail mit einer Kopie eines eingescannten Reisepasses und versicherte, dass seine Firma mit der Oststeirerin Kontakt aufnehmen werde.

Als sich die vermeintliche Firma per E-Mail meldete, führte die Frau die erste dreistellige Geldüberweisung durch. Dieser sollten im Lauf der Wochen weitere Überweisungen auf unterschiedliche spanische Konten folgen - bis der Frau aufgrund der Höhe der bereits gezahlten Geldsumme Zweifel kamen. Nach ersten Ermittlungen der Polizei dürften die angegebene Identität des Mannes sowie der eingescannte Reisepass gefälscht sein. Weitere internationale Ermittlungen würden laufen, hieß es seitens der Landespolizeidirektion.