WEBVIDEOS
11/26/2010

Online-Videos in Österreich am Vormarsch

Werbemarkt reagiert bisher zaghaft

Mehr als die Hälfte der heimischen Internet-User sieht sich regelmäßig Videos im Web an - und zwar von zu Hause aus am Computer, unterwegs am Smartphone und zunehmend auch am Fernseher mit Breitband-Anschluss. Das Angebot reicht von Musik- und Filmvideos bis hin zu Kochkursen. Doch der österreichische Werbemarkt reagiert zaghaft auf den Online-Video-Boom.

"Jeder kann sehen, was er will"

Man kann mit Hilfe von Online-Videos Filmausschnitte ansehen, gefüllte Paprika zubereiten, Gitarre lernen, Tanzstile einstudieren oder Ikea-Möbel aufbauen. Täglich millionenfach aufgerufene Webportale wie YouTube verknüpfen dabei ein schier unerschöpfliches Angebot mit individuellen Präferenzen. "Jeder kann dort sehen, was er sehen will", sagte Rudolf Lindenhofer von A1 Telekom Austria am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community in Wien.

Die digitalen Bewegtbilder explodieren auch durch Soziale Netzwerke wie Facebook. Die Mitglieder zeigen dort auf ihren Profilseiten Videos, die sich dann von User zu User verbreiten. Man schaut sich also Musikvideos oder Filmausschnitte nicht nur an, um sie selbst zu sehen, sondern auch, um darüber mit Freunden zu reden.

Kurze Werbeclips im Vorspann

YouTube und Co wollen an diesem Hype natürlich Mitverdienen. Da die meisten Nutzer aber nicht zahlen wollen, bleibt oft nur die Werbung als Einnahmequelle übrig. In Österreich setzen Betreiber wie das Sportportal laola1.tv mit kurzen Werbeeinschaltungen vor den Videos erste Akzente. Maurizio Berlini vom Online-Vermarkter Goldbach Austria schätzt das heimische Marktvolumen von webbasierter Video-Reklame auf vier Millionen Euro. Angesichts dieser bescheidenen Zahlen - der Gesamtmarkt für Online-Werbung ist laut Focus Media Research rund 30 Mal größer - steckt für Lindenhofer das "Online-Video-Marketing noch in den Kinderschuhen".

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(APA)

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