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Umfrage Selfies nerven Deutsche.

Nur ein knappes Drittel der Deutschen findet Selfies interessant.
Nur ein knappes Drittel der Deutschen findet Selfies interessant. - Foto: Mal Fairclough, ap
Selfies sind mittlerweile mehr als ein Trend. Aber vor allem ältere Menschen finden die Selbstporträts mit dem Smartphone nervig, wie ein Umfrage in Deutschland ergab.

Fußballstars machen sie, Schauspieler und Musiker, aber auch Durchschnittsbürger: Selfies, Selbstporträts mit dem Smartphone. Mehr als die Hälfte der Deutschen (54 Prozent) hat schon mal ein Selfie geschossen, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab. Doch ebenfalls die Mehrheit ist von den vor allem Online-Netzwerken allgegenwärtigen Bildnissen mittlerweile genervt. Demnach stimmten 57 Prozent der Befragten der Aussage „Selfies finde ich allgemein nervig“ ganz oder weitestgehend zu.

In Ost und West sowie bei Männern und Frauen gibt es dabei so gut wie keine Unterschiede. Auf Ablehnung stoßen die Porträts vor allem bei Menschen, die älter als 45 sind.

Nur ein Drittel findet Selfies interessant

Etwa drei Viertel (76 Prozent) der Deutschen sind zudem der Meinung, dass zu viele Selfies veröffentlicht werden - und 87 Prozent meinen, dass die Selbstporträts „manchmal peinlich“ seien. Hingegen findet nur ein knappes Drittel (31 Prozent) die Schnappschüsse anderer Menschen interessant.

Selfies sind vor allem unter jungen Menschen beliebt - das spiegelt auch die Umfrage wider. 92 Prozent der 18- bis 24-Jährigen haben schon einmal ein Selbstbild mit ihrem Smartphone gemacht, bei den 25- bis 34-Jährigen sind es noch rund drei Viertel. Hauptziel dabei: Erinnerungen festzuhalten, ganz allgemein (48 Prozent) oder speziell im Urlaub (38 Prozent).

Jedes fünfte Selfie entsteht demnach in einer Gruppe - bekannt sind vor allem Fotos jubelnder Fußballer aus der Mannschaftskabine nach einem Sieg. Empfänger der Bilder sind in erster Linie Freunde (46 Prozent) und Familie (40 Prozent). Um ein Foto von sich selbst zu haben, greifen demnach nur 15 Prozent der Befragten zum Handy oder Tablet.

(dpa) Erstellt am 04.12.2014, 06:10

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