Ein Mann schaltet eine Waschmaschine ein

Symbolbild Wäsche waschen 

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Waschmaschine, Geschirrspüler und Co.: Das bringt der Eco-Modus wirklich

Wenn die Stromrechnung in das Haus flattert, kann das zu Nervosität führen. Denn spätestens dann werden einem die hohen Energiekosten erst richtig bewusst. Und droht eine Nachzahlung, sieht man sich nach Stromspartipps um. Gerade Stromsparmodi bei Geschirrspüler, Waschmaschine und Co. wirken aber kontraintuitiv. 

Denn der Eco-Modus dauert länger als herkömmliche Programme und dadurch müsste doch eigentlich mehr Strom verbraucht werden, statt weniger. Ob das wirklich so ist und wie sich die Verwendung von Stromsparmodi auf den Stromverbrauch auswirkt, erklären wir hier. 

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Wovon der Energieverbrauch abhängt 

Der Energieverbrauch von einer Waschmaschine oder einem Geschirrspüler hängt vor allem von der Temperatur ab, mit der die Wäsche oder das Geschirr gewaschen wird. „Heizen des Wassers ist der größte Energiefaktor”, heißt es vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) auf Anfrage der futurezone. Ob man die Wäsche also mit 90 oder 30 Grad Celsius wäscht, fällt besonders ins Gewicht.

Einen Einfluss haben auch die Schleuderzahlen bei der Waschmaschine. Je mehr Umdrehungen in einem Waschprogramm genutzt werden, desto höher ist der Energieverbrauch. 

Laut VKI hat zudem die Größe des Gerätes selbst einen entscheidenden Einfluss. „Kleinere Geschirrspüler verbrauchen weniger Strom als größere”, sagen die Experten vom VKI. Beeinflussen kann man den Stromverbrauch auch, wenn man die Geräte richtig belädt. Wer eine Maschine voll belädt, wäscht effizienter, als bei einer halb vollen Maschine, die fast genau so viel Strom verbraucht. 

„Zuletzt spielen das Alter und die Bauart des Geräts eine große Rolle bei der Energieeffizienzklasse. Geräte der Klasse A oder B sind deutlich sparsamer als ältere Modelle”, heißt es vom VKI.

Der Stromsparmodus beim Fernseher 

Es gibt auch einen Öko-Modus bei Fernsehern. Hier wird Strom gespart, indem die TV-Geräte automatisch die Helligkeit des Bildschirms an das Umgebungslicht anpassen, Kontraste reduzieren und Bildoptimierungen deaktiviert werden. Mit letzterem ist u.a. HDR gemeint, was für High Dynamic Range steht. Dadurch kommt es zu lebendigen Farben oder realistischeren Szenen.  

Nutzt man also den Stromsparmodus beim Fernseher, leidet die Bildqualität darunter. „Am hellen Tag ist es stärker spürbar. Abends oder in dunklen Räumen ist es dagegen weniger störend”, heißt es vom VKI.

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Ökoprogramme im Test 

Auch die futurezone hat ein Strommessgerät an die Haushaltshelfer angeschlossen und getestet, wie sich die Programme auf das Stromsparen auswirken. Bei einem handelsüblichen Geschirrspüler sieht es so aus: Nutzt man das Programm, das eine Stunde braucht und mit 65 Grad Celsius wäscht, werden 1,05 Kilowattstunden Strom verbraucht. Nutzt man das Öko-Programm, liegt der Stromverbrauch bei 0,73 Kilowattstunden - das ist eine deutliche Ersparnis. 

Noch deutlicher wird das Sparpotenzial des Öko-Programms bei der Waschmaschine: Wäscht man die Wäsche mit dem Baumwollprogramm bei 1.400 Umdrehungen mit 40 Grad Celsius, verbraucht das 1,11 Kilowattstunden Strom. Das gleiche Programm im Stromsparmodus verbraucht 0,54 Kilowattstunden, also rund die Hälfte weniger.  

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Warum das Öko-Programm sparsamer ist 

Dass ein Waschgang mit hoher Temperatur mehr Strom verbraucht als einer mit niedrigerer Temperatur, ist schlüssig. Aber warum braucht der Öko-Modus weniger Energie, obwohl das Gerät länger in Betrieb ist und mit der gleichen Temperatur wäscht?

Der Grund dafür ist, dass diese Programme nicht nur weniger Wasser weniger schnell erhitzen, sondern die Zeit statt der Temperatur genutzt wird, um Geschirr oder Wäsche gleich gut zu reinigen, wie bei einem Standardprogramm. „Anstatt die Wärme als Haupt-Reinigungsfaktor zu nutzen, wird bei einem Eco-Programm die Zeit fürs Einweichen verlängert”, fassen die Experten vom VKI zusammen.

Und wie sieht es bei jenen Programmen aus, die Wäsche in 15 bis 30 Minuten bei maximal 30 Grad waschen? „Da die meiste Energie beim Wäschewaschen in das Erwärmen des Wassers fließt, schneiden die kühleren Kürzestwaschgänge beim Energieaufwand noch besser ab als die ohnehin schon sparsamen Eco-Waschgänge”, sagen die Experten vom VKI. Die Hersteller von Waschmaschinen empfehlen diese Minuten-Programme aber nur für wenig verschmutzte, nicht empfindliche Kleidungsstücke. 

Wie viel Geld man spart 

Ein Standard-Programm beim Geschirrspüler dauert ca. 2 Stunden und verbraucht laut VKI rund eine Kilowattstunde Strom und 11,25 Liter Wasser, was aber je nach Hersteller variieren kann. Das Ökoprogramm hingegen dauert rund 3 bis 4 Stunden und braucht laut Hersteller 0,54 Kilowattstunden Strom und 9,5 Liter Wasser. Aktuell kostet eine Kilowattstunde Strom 29 Cent, heißt vom VKI. Beim Standardprogramm zahlt man also für eine Ladung Geschirr 29 Cent, während es beim Ökoprogramm nur 16 Cent sind. 

Bei der Waschmaschine dauert das Standardprogramm für 4 Kilogramm Wäsche laut VKI eine Stunde und verbraucht 0,64 Kilowattstunden, was 0,19 Euro entspricht. „Dafür werden 6 Liter Wasser weniger verbraucht, was finanziell aber kaum einen Unterschied macht”, sagen die Experten vom VKI.

Das Ökoprogramm bei der Waschmaschine braucht im Vergleich bei einem Waschgang mit 4,5 Kilogramm Wäsche fast 3 Stunden. Auch wenn im Programm 40 bis 60 Grad stehen, heizt es laut VKI aber maximal auf 30 Grad auf. Der Stromverbrauch liegt hier bis 0,34 Kilowattstunden. Eine Ladung Wäsche kostet so also ca. 10 Cent

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Sandra Czadul

Begeistert von Wissenschaft und stets auf der Suche nach Ideen, die uns voranbringen.

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