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Gesundheit
09/12/2011

Supercomputer Watson soll Ärzte unterstützen

IBMs Supercomputer, der bis jetzt nur spielerisch im Rahmen der TV-Quizshow Jeopardy zum Einsatz kam, bekommt eine neue Aufgabe im amerikanischen Gesundheitssystem. Der Computer soll in Zukunft unter anderem Ärzten bei Diagnosen und Behandlungen helfen.

Nach seinem Sieg im TV-Wissensquiz „Jeopardy“ gegen menschliche Champions bekommt der IBM-Supercomputer Watson einen Job bei einer amerikanischen Krankenversicherung. Die Watson-Technologie soll Ärzte bei der Diagnose und der Wahl der Behandlung unterstützen, berichtet das Wall Street Journal. Das System könnte etwa auch in Callcentern oder in der Forschung zum Einsatz kommen.

Watson-Entwickler IBM und der Versicherer WellPoint wollten die Partnerschaft noch am Montag bekanntgeben. Das System kann derzeit etwa 200 Millionen Seiten an Inhalt in weniger als drei Sekunden durchsuchen und auswerten.

Komplexe Erkrankungen
Lori Beer von WellPoint sagte der Zeitung, man hoffe mit Watson das Service zu verbessern. Längerfristig soll das System bei Ärzten zum Einsatz kommen, die sich vorwiegend mit komplexen Erkrankungen auseinandersetzen. In Zukunft soll das System so weiterentwickelt werden, dass sich Patienten mit ihren Symptomen direkt an den Computer wenden können.

Der zuständige IBM-Manager Steven Mills schätzt, die Watson-Technik könnte mit der Zeit Umsätze von einer Milliarde Dollar im Jahr erwirtschaften. Watson hatte im Februar zwei amerikanische „Jeopardy“-Champions deutlich besiegt. Danach musste sich Watson jedoch gegen einen US-Politiker in einer Runde geschlagen geben.

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