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Digital Life
09/19/2016

Umstellung auf DVB-T2 bringt mehr Sender und HD

Am 27. Oktober wird das Antennenfernsehen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland auf DVB-T2 umgestellt. Wer dann noch den alten Standard DVB-T nutzt, sieht schwarz.

Die Umstellung auf den digitalen Standard DVB-T2 am 27. Oktober bringt Nutzern von Antennenfernsehen in Wien, Niederösterreich und Burgenland die ORF-Programme, 3Sat und die Angebote der heimischen Privatsender ATV, Puls 4 und Servus TV ohne Zusatzkosten in HD-Qualität.

Dann wird in Ostösterreich auch der alte Standard DVB-T abgeschalten. Wer über keine Set-Top-Box oder Steckmodul von simpliTV verfügt, kann ab 27. Oktober terrestrisch also keine TV-Programme mehr empfangen. Haushalte, die noch DVB-T nutzen, werden über Inserts in TV-Programmen über die Umstellung informiert. Auch kostenfreie Service-Hotlines (ORF Digital: 0800 090 010, simpliTV: 0800 66 55 66) wurden eingerichtet. Bis Ende November werden HD-Receiver und TV-Modul von simpliTV für rund 25 bzw. rund zehn Euro angeboten.

Mehr Programme

Die Umstellung auf den neuen Standard, der Signale besser komprimiert und die Frequenzen effizienter nutzt, bringt auch eine Erweiterung des Programmangebots auf rund 40 Sender mit sich. Wer simpliTV für zehn Euro im Monat als Abo nutzt, kann dann auch die Sender Sat 1 Gold, SFR 1, kabel eins doku, ZDF info, Comedy/Central/Viva, N24 sowie oe24 TV empfangen.

"Fernsehen hat Zukunft", sagte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz am Montag bei einer Pressekonferenz zu der HD-TV-Umstellung im ORF-Zentrum in Wien. Im Schnitt würden die Österreicher 170 Minuten pro Tag fernsehen. 820.000 TV-Geräte würden jährlich verkauft. Daher sei es auch naheliegend das Antennenfernsehen für die Zukunft weiterzuentwickeln.

Zehn bis 15 Prozent Marktanteil angepeilt

Derzeit sehen rund fünf Prozent der österreichischen Haushalte über die Antenne fern. Im Vergleich dazu sind es europaweit 43 Prozent. Die Kundenzahl von simpliTV (derzeit 150.000) dürfte mit der Umstellung aber auch in Österreich kräftig steigen. Angepeilt werde ein Marktanteil zwischen zehn und 15 Prozent, sagte Michael Wagenhofer, Chef der ORF-Sendertochter ORS.

In sechs Bundesländern wurde bereits auf DVB-T2 umgestellt. DVB-T ist dort im Parallelbetrieb aber weiterhin verfügbar. Im Frühjahr und Herbst nächsten Jahres werde DVB-T dann auch in diesen Gebieten schrittweise abgestell, kündigte Wagenhofer an.

Das lineare Fernsehen bleibe fester Bestandteil der Informationsgesellschaft, sagte der ORS-Chef. Die HD-TV-Umstellung sei ein wichtiger Schritt in die Fernsehzukunft. Auf lange Sicht wolle man aber auch über simpliTV zusätzliche On-demand-Angebote über das Internet anbieten.

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