Digital Life
24.08.2015

Windows 10 kann Zwillinge unterscheiden

Die Gesichtserkennung von Windows 10 gab sich bei einem Test keine Blöße und konnte beim Log-in auch von eineiigen Zwillingen nicht ausgetrickst werden.

Mit der Gesichtserkennungstechnologie Windows Hello setzt Microsoft bei Windows 10 auf eine Alternative zum altgedienten und in vielerlei Hinsicht überholten Passwort. Biometrische Log-in-Methoden sind bequemer, rufen aber schnell auch Kritiker auf den Plan, die sie als mögliches Sicherheitsrisiko einstufen. Ein Test einer Zeitung hat nun zumindest bewiesen, dass die Gesichtserkennung von Windows 10 nicht so leicht auszutricksen ist - selbst wenn eineiige Zwillinge am Werk sind.

Kein fehlerhafter Zugang

Im Test der australischen Zeitung "The Australian" mit sechs eineiigen Zwillingen, die auf den ersten Blick nur schwer von einander zu unterscheiden sind, konnte das System die jeweiligen Zwillinge immer auseinanderhalten. Bei keinem Versuch gelang es, dass der Zwilling in den Account des Bruders bzw. der Schwester hineinkam. Im Test kam eine integrierte Notebook-Kamera von Intel zum Einsatz, beim Gerät selbst handelte es sich um ein Lenovo Thinkpad Yoga 14.

In einigen Fällen dauerte es etwas länger, bis die Gesichtserkennung funktionierte, in manchen konnten sich die User überhaupt nicht einloggen. In keinem Fall konnte das System allerdings geknackt werden. Bei der Technologie handelt es sich um einen 3D-Scan durch die Kamera, zusätzlich misst ein Infrarotsignal, ob es sich um einen Menschen und nicht etwa ein Bild handelt. Infrarot hilft dem System auch, trotz oberflächlichen Veränderungen wie Make-up und Haarfrisur, die zugriffsberechtigte Person zu erkennen. Microsoft zufolge beträgt die Fehlerquote weniger als eins zu 100.000.