Digital Life
14.07.2017

WLAN-AGB: 22.000 Nutzer stimmen zu, Katzen zu umarmen

Um aufzuzeigen, wie unaufmerksam Kunden AGB lesen, kreierte ein britischer Internetprovider einen Vertrag, der verlangt, 1000 Stunden Gemeindedienst zu leisten.

Der britische Anbieter öffentlichen WLANs „Purple“ bot Gratis Wi-Fi an, wenn man doch nur den AGB zustimmt. 22.000 Personen taten dies laut Mashable auch. Das, was nur eine Person in zwei Wochen bemerkte: Die Geschäftsbedingungen sehen vor, dass man für den Dienst 1000 Stunden Gemeindedienst zu leisten hat.

„Purples“ AGB sind beabsichtigt skurril: Akzeptiert man sie, verpflichtet man sich bei dem „Gemeindedienst“ unter anderem dazu, streunende Katzen und Hunde zu umarmen, Rohrreinigungen durchzuführen, Schneckenhäuser zu bemalen, „um deren Existenz zu erhellen“ und ähnlichem.

Im Mai 2018 soll das neue EU-Datenschutzrecht in Kraft treten. Es sieht vorher, dass Kunden der Nutzung ihrer privaten Daten zu Marketingzwecken fortan zustimmen müssen. Der Internetanbieter möchte mit dem Marketing-Stunt darauf hinweisen, wie leicht es sei, ein Kästchen anzuklicken und damit etwas Unfairem zuzustimmen, so CEO Gavin Wheeldon. Die Forderungen des Vertrags möchte „Purple“ nicht umsetzen.