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Open Data Anschub für offene Daten in Europa.

Foto: Fotolia/rolex 3d
EU-Bürger können künftig auf staatliche Daten zugreifen und damit neue Geschäftsmodelle entwickeln. Neue EU-Regeln verpflichten Behörden dazu, von ihnen gesammelte Daten preiszugeben, sofern damit keine Urheberrechte oder die Privatsphäre von Betroffenen verletzt wird.

Der EU-Rat gab am Mittwoch in Brüssel grünes Licht für eine Novelle der EU-Richtlinie über die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors (PSI-Richtlinie), deren Regeln auch für Bibliotheken und Museen gelten. Die EU verspricht sich davon Wachstumsimpulse. Auf Basis dieser Daten könnte die Wirtschaft ein Umsatzplus von bis zu 40 Milliarden Euro erzielen, schätzt EU-Digitalkommissarin Neelie Kroes . Sie hält die neuen Regeln für eine „Goldmine“ für Europas Unternehmen.

Vor allem Internet-Unternehmen könnten die Daten für neue Geschäftsmodelle nutzen, beispielsweise für Smartphone-Apps mit Landkarten, Echtzeit-Verkehrsangaben oder Wetterinfos. Zahlreiche Initiativen fordern seit Jahren unter dem Schlagwort „Open Data“ den Zugang zu Behördendaten.

Kostenlos oder zu niedrigen Gebühren
Die Daten sollen kostenlos oder zu niedrigen Gebühren bereitgestellt werden. Da Bürger über ihre Steuern ohnehin für die Sammlung der Daten bezahlt haben, sollten sie nicht abermals zur Kasse gebeten werden, so die EU-Kommission. Ein Teil der Daten von Ämtern ist bereits öffentlich einsehbar. In Österreich geben unter anderen die Städte Wien und Linz sowie einige Ministerien bereits ausgewählte Verwaltungsdaten zur Weiterverwendung frei.

EU-Parlament muss noch zustimmen
Das EU-Parlament muss dem Papier noch zustimmen, dies gilt als sicher. Bis Frühjahr 2015 haben die Mitgliedsländer dann Zeit, die Brüsseler Vorgaben in nationales Recht umzusetzen.

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(dpa, futurezone) Erstellt am 11.04.2013, 09:00

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