Netzpolitik
08.11.2016

Assange verteidigt Leak von Hillary Clintons E-Mails

Laut dem Wikileaks-Gründer seien die E-Mails nicht veröffentlicht worden um die Wahl zu beeinflussen, sondern weil diese Informationen für die Öffentlichkeit relevant seien.

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat die Veröffentlichung von E-Mails über US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton verteidigt. "Es ging nicht um einen persönlichen Wunsch, den Ausgang der Wahlen zu beeinflussen", meinte Assange am Dienstag in einer schriftlichen Erklärung. Es habe sich um Dokumente gehandelt, die für die Öffentlichkeit relevant gewesen seien.

Zur Frage, warum Wikileaks keine Dokumente über den Wahlkampf des Republikaners Donald Trump veröffentlichte, schrieb Assange: "Wir können nichts veröffentlichen, was wir nicht haben. Bisher haben wir keine Informationen über Donald Trumps Wahlkampf erhalten." Sowohl Clinton als auch Trump hätten aber ihre Ablehnung von Whistleblowern deutlich gemacht.

Wikileaks hatte Tausende E-Mails der US-Demokraten ins Netz gestellt, darunter Korrespondenz von Clintons Wahlkampfchef John Podesta. Parteimitarbeiter warfen der Enthüllungsplattform daraufhin vor, sie habe sich vor den Karren russischer Geheimdiensthacker spannen lassen und damit Trump geholfen. Assange lebt seit Jahren in der Londoner Botschaft Ecuadors im Asyl.