Netzpolitik
16.12.2017

Facebook muss Auftraggeber von Polit-Werbung offenlegen

Die US-Wahlbehörde hat entschieden, dass politische Einschaltungen bei Facebook in Zukunft so gekennzeichnet werden müssen, wie in Fernsehen, Radio und Zeitungen.

Die Federal Election Commission hat in einem Brief an den "Take Back Action Fund", der eine Klarstellung eingefordert hatte, erklärt, dass politische Werbeeinschaltungen bei Facebook nach denselben Kriterien gekennzeichnet werden müssen, wie in anderen Medienkanälen in den USA. Das bedeutet, dass Inserate und andere Werbeformen künftig mit einem Hinweis versehen werden müssen, aus dem hervorgeht, wer der Auftraggeber ist, berichtet Fast Company.

Dasselbe dürfte damit wohl auch für andere soziale Medien gelten. Beobachter begrüßen das, weil gerade im Zuge der Untersuchun eines möglichen Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl durch russische Akteure der Ruf nach mehr Transparenz laut geworden war. Facebook hat zwar schon angekündigt, neue Transparenzrichtlinien erlassen zu wollen, mit der Entscheidung der Federal Election Commission hat jetzt aber erstmals ein staatliches Organ festgelegt, dass eine Kennzeichnung verpflichtend ist.