Netzpolitik
01.10.2017

Google: 73 Prozent mehr Behördenanfragen aus Österreich

Laut Googles aktuellem Transparenz-Bericht gibt es mehr Anfragen von Behörden denn je, um Userdaten zu erhalten.

Google hat seinen aktuellen Transparenz-Bericht veröffentlicht. Dieser zeigt wie oft Behörden im Zeitraum Jänner bis Juni 2017 Daten von Usern erhalten wollten. Dabei wurde ein neuer Rekord erreicht: 83.345 mal sollten Bestandsdaten von Konten offen gelegt werden. 48.941 wurde nach Nutzerdaten gefragt. In 65 Prozent der Fälle hat Google die Daten weitergegeben. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 64 Prozent.

In Österreich ist der Anstieg der Behördenanfragen besonders hoch. 71 mal wollten die Behörden Userdaten erhalten. Im Vorjahreszeitraum waren es 41 Anfragen. Das entspricht einer Steigerung von fast 73 Prozent. 91 mal wurden Bestandsdaten zu Konten angefragt, im Vorjahreszeitraum waren es 55.

In 56 Prozent der Fälle hat Google Daten den österreichischen Behörden weitergegeben. Auch das ist Rekord. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 44 Prozent.

In Deutschland waren die Anfragen leicht rückläufig. 7.781 mal wollten die Behörden Userdaten haben (8.788 mal im Vorjahreszeitraum). In 56 Prozent der Fälle hat Google die Daten weitergegeben. In den USA ist die Anzahl erwartungsgemäß gestiegen: Von 14.168 Anfragen aus dem Vorjahreszeitraum auf 16.823. In 81 Prozent der Fälle hat Google den Behörden Daten weitergegeben.