Belgien
07/19/2011

Google legt Streit mit belgischen Verlagen bei

Der Suchmaschinenanbieter darf die Inhalte belgischer Zeitungen wieder in seinen Suchindex aufnehmen.

Nachdem Google

alle französisch- und deutschsprachigen Zeitungen in Belgien aus seinem Suchindex entfernen ließ, hat der Suchmaschinenanbieter nun einen Kompromiss mit der Verwertungsgesellschaft Copiepresse geschlossen. Diese vertritt die Rechte belgischer Verlage und hatte zuvor mit einem Gerichtsurteil dafür gesorgt, dass Google ohne Genehmigung der Verlage keine Ausschnitte aus belgischen Presseprodukten veröffentlichen darf.

Der Kompromiss sieht vor, dass Google weiterhin die Inhalte der Zeitungen nutzen und aufbereiten darf. Google nimmt im Gegenzug die Webseiten der Zeitungen wieder in seinen Suchindex auf. Die Zeitungen können allerdings einzelne Inhalte, die Google nicht erfassen soll, auf ihren Webseiten explizit ausschließen. Ohne die Zustimmung hätte Google für jede weitere Urheberrechtsverletzung 25.000 US-Dollar Strafe bezahlen müssen.

Die Verlage hatten Googles Maßnahmen bereits vor Beilegung des Streits als übertrieben und unnötig bezeichnet. Auch die belgische Zeitung Grenzecho kritisierte die "pedantische" Umsetzung des Urteils, denn Google habe "sämtliche Hinweise auf die Websites der Zeitungen aus seiner Suchmaschine entfernt – nicht nur die archivierten Artikel".

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