Netzpolitik
01.12.2017

Google soll heimlich Daten von iPhone-Usern gesammelt haben

In einer Sammelklage wird Entschädigung für 5,4 Millionen Briten gefordert, weil Google iPhone-Daten angeblich gesammelt und verkauft hat.

Die Gruppe „ Google you owe us“ ( Google du schuldest uns was) hat in Großbritannien Klage gegen Google eingereicht. Sie wollen eine finanzielle Entschädigung für 5,4 Millionen User erstreiten.

Laut der Anklageschrift hat Google in den Jahren 2011 und 2012 unerlaubt Daten von iPhone-Usern gesammelt und diese an Werbekunden verkauft. Dafür soll Google eine Schwachstelle im Safari-Browser ausgenutzt haben, um die Sicherheitsmaßnahmen des iPhones zu umgehen.

Bei den gesammelten Daten soll es sich um den Browserverlauf, die IP-Adresse und den ungefähren Standort des Nutzers handeln. Mit dieser Methode, die der „Safari Workaround“ genannt wird, hat Google laut der Anklage gegen das Datenschutzgesetz von Großbritannien vom Jahr 1998 verstoßen.

„Das ist nichts Neues“, sagt Google gegenüber dem Guardian. „Wir haben uns in solchen Fällen bereits früher verteidigt. Die Klage ist unbegründet und wir werden sie anfechten.“