eG8
05/25/2011

Kritik an Sarkozys Internet-Gipfel

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat mit seiner Forderung nach mehr Regulierung des Internets Bürgerrechtsorganisationen gegen sich aufgebracht.

„Bevor man darüber nachdenkt, die Inhalte zu zensieren, muss man erstmal für freies Internet eintreten“, meinte Jean-François Julliard von der Organisation Reporter ohne Grenzen am Rande eines zweitägigen Internet-Gipfels am Mittwoch in Paris. Kritik gab es auch am Konzept der Veranstaltung, zu der Sarkozy kurz vor dem G-8-Gipfel in Deauville in erster Linie Vertreter der großen Internet-Unternehmen eingeladen hatte.

"Große Inszenierung"
Das eG8 genannte Treffen sei eine große Inszenierung, kritisierte die Organisation Quadratur du Net, die sich für ein freies und offenes Internet einsetzt. „Es dient vor allem dazu, dass eine Regierung, die im Grunde nichts von der Welt des Internet versteht, sich im Kreis von Internet-Größen zeigt“, sagte der Sprecher Jeremie Zimmermann.

"Staat hinkt hinterher"

Am Vortag hatte sich Sarkozy für Regeln für das Internet ausgesprochen, um unter anderem Autorenrechte besser zu schützen. Bei seinen Zuhörern war er damit auf Skepsis gestoßen. Der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt warnte davor, dass der Staat mit seinen Regulierungsversuchen den technologischen Entwicklungen ohnehin hinterherhinken werde.

Die Teilnehmer des Internet-Gipfels wollten Vorschläge erarbeiten, die den Staats- und Regierungschefs auf dem G-8-Gipfel in Deauville am Donnerstag und Freitag vorgelegt werden sollen.

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