Netzpolitik
25.02.2017

Netz spottet über Urin-Anfrage der AfD

Die AfD im sächsischen Landtag hat sich mit einer Kleinen Anfrage Spott in sozialen Netzwerken eingehandelt.

Nach Berichten über Häftlinge, die in der Justizvollzugsanstalt Dresden ins Essen ihrer Mitgefangenen uriniert haben sollen, wollte der Parlamentarische Geschäftsführer Uwe Wurlitzer die Nationalität der Verdächtigen erfahren und ob sie einen Migrationshintergrund haben. „Arier-Nachweis bei Urin-Straftaten? Die #AfD will's wissen“, schrieb ein Twitternutzer am Freitag.

Die Fraktion der Linken wollte wissen: „Deutscher Urin im Knastessen aus #AfD-Sicht besser als ausländischer Urin?“ Ein anderer User meinte: „Ach, ich kann mich einfach nicht entscheiden. Ist beides #ekelhAfD.“ Als tatverdächtige Häftlinge wurden nach Auskunft von Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) übrigens zwei Deutsche ermittelt. „Die Staatsangehörigkeit ihrer Eltern ist nicht bekannt“, antwortete er.