Netzpolitik
25.03.2014

NSA-Affäre: Ex-US-Präsident Carter meidet E-Mails

Weil er glaubt überwacht zu werden, schreibt der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter lieber Briefe als E-Mails.

Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter schreibt aus Angst vor Überwachung durch den Geheimdienst NSA keine E-Mails an ausländische Politiker. „Wenn ich mit ausländischen Spitzenpolitikern in Kontakt trete, schreibe ich einen Brief und bringe ihn persönlich zur Post“, sagte er in einem am Interview in der Sendung "Meet the Press" des US-Fernsehsenders NBC. "Ich hatte das Gefühl, dass meine eigene Kommunikation möglicherweise überwacht wurde", sagte er.

Auf die Frage nach seiner Meinung zur Politik des amtierenden US-Präsidenten Barack Obama kritisierte Carter, das massive, weltumspannende Ausspähen der Geheimdienste. Dies sei ein Missbrauch technischer Möglichkeiten, so Carter.