Netzpolitik
09.10.2015

Oettinger erwartet neuen Mobilfunkstandard in fünf Jahren

Der EU-Digitalkommissar rechnet ab 2020 mit 5G und fordert globale Standards. Mit Japan und Südkorea gibt es bereits Abkommen, China und die USA haben Interesse.

Der künftige Mobilfunkstandard 5G für schnellere Datenverbindungen dürfte nach Einschätzung von EU-Digitalkommissar Günther Oettinger 2020 eingeführt werden. Die Europäer seien dabei im weltweiten Vergleich vorne dabei, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

Abkommen in Arbeit

Oettinger hob hervor, der 5G-Standard sei beispielsweise für selbstfahrende Autos nötig. "Wir brauchen globale Standards", sagte er. Nach Übereinkommen mit Südkorea und Japan sei vor wenigen Wochen ein sogenanntes Memorandum mit China unterzeichnet worden. Auch die USA zeigten sich interessiert. "Wir organisieren ein Netzwerk, um eine weltweite technische Übereinkunft zu erreichen."

"5G ist der technische Rahmen für neue Arten der Mobilität", fuhr Oettinger fort. Er wies dabei auf namhafte europäische Autohersteller wie Renault, Daimler oder BMW hin. "Beim industriellen Internet sind wir Europäer führend", bilanzierte der deutsche Kommissar. Bei Internetsuchmaschinen oder sozialen Medien sei Europa den USA hingegen unterlegen.