Netzpolitik
24.01.2017

Razzien gegen im Netz bestellte Waffen in Deutschland

Auf der Suche nach illegal im Internet gekauften Schusswaffen haben Zollfahnder in elf Bundesländern Wohnungen und Geschäftsräume von 29 Verdächtigen unter die Lupe genommen.

Bei den Durchsuchungen wurden unterschiedliche Waffen, Munition, Computer und Datenträger sichergestellt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Dienstag berichtete. Genaue Zahlen gab es zunächst nicht. Den Beschuldigten im Alter von 25 bis 72 Jahren wird zur Last gelegt, 2016 in einem ausländischen Internet-Shop Waffen zum Verschießen von Hartgummigeschossen gekauft zu haben. Ihnen drohen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz bis zu fünf Jahren Haft oder eine Geldstrafe.

Für den Kauf und den Besitz der Pistolen und Gewehre für Hartgummigeschosse ist in Deutschland eine Erlaubnis notwendig. Die Verwendung dieser Waffen kann zu erheblichen Körperverletzungen führen. Bei der Durchsuchung seien auch einige andere Schusswaffen gefunden worden, sagte Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk. Der Internet-Shop soll von Ungarn aus betrieben worden sein. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat die Federführung bei den Ermittlungen gegen das Geschäft. Festgenommen wurde niemand. Die durchsuchten Räume sind außer in Hessen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.