Ein Mann nutzt ChatGPT.

Ein Mann nutzt ChatGPT. (Symbolbild)

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Netzpolitik

Trumps Cybersecurity-Chef lud geheime Dokumente bei ChatGPT hoch

Im Sommer 2025 lud Madhu Gottumukkala bei ChatGPT Dokumente hoch, vermutlich wollte er vom Chatbot etwas darüber erfahren. Besonders brisant: Der Mann ist Chef der US-Cyberabwehrbehörde CISA (Cybersecurity and Infrastructure Security Agency). Die hochgeladenen Dokumente enthielten sensible Informationen, die nur für Behörden bestimmt waren.

Der „Fauxpas“ dürfte Wellen geschlagen haben: Laut Politico löste der Upload mehrere Sicherheitswarnungen aus, um den „Diebstahl oder die versehentliche Weitergabe von Regierungsmaterialien“ zu stoppen. Das Department of Homeland Security startete eine interne Überprüfung, deren Ergebnis bisher nicht öffentlich ist.

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Ausnahme für ChatGPT-Nutzung

Eigentlich ist der Gebrauch von ChatGPT für CISA-Mitarbeiter nicht erlaubt. Gottumukkala soll sich aber extra eine Sondergenehmigung verschafft haben, damit er den Chatbot nutzen durfte. Wozu er ChatGPT nutzte, ist nicht bekannt. Später sagte die PR-Abteilung der Behörde nur, dass der Chef den Chatbot kurzfristig und kontrolliert einsetzte. Kritiker bezweifeln das.

Andere Mitarbeiter der Behörde dürfen nur einen Spezial-KI-Chatbot nutzen, der vor einem versehentlichen Dokumenten-Upload fragt, ob keine vertraulichen Dokumente enthalten sind. Dieser Chatbot namens DHSChat wurde von der Behörde selbst entwickelt.

Obwohl die Dokumente, die Gottumukkala bei ChatGPT hochgeladen hat, nicht als „geheim“ eingestuft waren, enthielten sie sensible Informationen. Sie waren ausschließlich für die Behördeneinsicht gedacht. Durch den Upload hat Trumps Cybersicherheitschef diese Informationen aber an OpenAI geleakt.

Causa um Lügendetektor-Tests

Es ist nicht die einzige Kontroverse um den CISA-Chef, der seit Mai 2025 in dieser Funktion tätig ist. Auch sein Führungsstil soll nicht bei allen gut ankommen. Neben der Causa rund um den versehentlichen Dokumenten-Leak an ChatGPT gibt es Berichte über Personalstreitigkeiten in der CISA-Behörde. Dabei soll es unter Gottumukkalas Führung sogar zu ungenehmigten Lügendetektor-Tests gekommen sein, die die Suspendierung von Mitarbeitern zur Folge hatten.

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