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IT-Sicherheit Österreich mit dualem System gegen Wahlmanipulation.

In Österreich soll eine derartige Wahlmanipulation wie in Deutschland ausgeschlossen sein.
In Österreich soll eine derartige Wahlmanipulation wie in Deutschland ausgeschlossen sein. - Foto: Getty Images/iStockphoto/Martinns/iStockphoto
In Deutschland wurden in der Software zur Erfassung von Wahlen erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt. In Österreich kommt diese nicht zum Einsatz.

Am Donnerstag sorgte die manipulierbare Wahl-Software in Deutschland für Aufruhr. Analysten des Chaos Computer Clubs hatten herausgefunden, dass Lücken in dem eingesetzten Programm dazu führen könnten, dass das Wahlergebnis manipuliert wird. Die untersuchte Software „PC-Wahl“ wird seit mehreren Jahrzehnten für die Erfassung, Auswertung und Präsentation von Wahldaten auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene eingesetzt.

"Das Ergebnis der Sicherheitsanalyse ist ein Totalschaden für das Software-Produkt", schreibt der CCC in einem Blogeintrag dazu. Auch in Österreich finden am 15. Oktober die Nationalratswahl statt und die Daten werden auch hierzulande elektronisch übertragen. Die futurezone hat beim Innenministerium nachgefragt, wie es mit der Sicherheit  des Übertragungsprogrammes in Österreich aussieht.

Software überträgt verschlüsselt

Gleich die gute Nachricht zuerst: Die Software „PC-Wahl“ kommt hierzulande nicht zum Einsatz. „Bei uns kommt ein anderes Programm zum Einsatz und eines der wesentlichsten Kriterien für uns war die Einhaltung von Sicherheitsstandards“, sagt Alexander Marakovits, Pressesprecher des BMI. „Wahlen sind ein heiliges Gut eines demokratischen Systems.“ Die Software, die in Österreich verwendet wird, übertrage die Daten zudem ausschließlich verschlüsselt.

„Zusätzlich ist zu sagen, dass wir außerdem ein duales System haben. Die am Wahltag elektronisch übermittelten Daten werden ein paar Tage später mit dem Papierergebnis gegengeprüft. Wer die Wahl manipulieren will, müsste also auch die Papierform manipulieren“, erklärt Marakovits weiter. „Eine Manipulation des Wahlergebnisses auf diese Art und Weise würde bei uns deshalb auch nicht funktionieren. Die elektronischen Daten wären vorm Verfassungsgerichtshof kein Beweismittel“, so der BMI-Pressesprecher.

(futurezone) Erstellt am 07.09.2017, 17:00

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