Produkte 25.11.2014

A1 startet LTE mit 300 Mbit/s in Graz

In Österreich befinden sich die LTE-Netze noch im Aufbau, die Mobilfunker bieten die © Bild: A1

Durch das Kombinieren zweier Frequenzen wird die Geschwindigkeit von 4G/LTE im Grazer Stadtzentrum auf bis zu 300 Mbit/s erhöht.

Der Mobilfunkbetreiber A1 hat in Graz mit einem Netz-Roll-Out begonnen. Im Stadtzentrum können jetzt mit 4G/LTE eine maximale Datenrate von bis zu 300 Mbit/s erreicht werden. In einem Test in einer Alltagssituation konnte am Montag, mit einem Smartphone, eine durchschnittliche Downloadgeschwindigkeit von über 230 Mbit/s erreicht werden.

Die höhere Geschwindigkeit steht Nutzern ab sofort zur Verfügung. Die Verdoppelung der Datenrate ist in den LTE-Tarifen inkludiert, es gibt keinen Aufpreis. „Es ist nicht nur ein Test, sondern ein echter Netz-Roll-Out“, sagt Marcus Grausam, Technikvorstand von A1: „Bis Ende 2015 werden die 300 Mbit in Österreichs Ballungszentren zur Verfügung stehen.“ Warum gerade Graz zum Start gewählt wurde: „Warum nicht Graz? Es hat keinen bestimmten Grund. Wir hätten auch in Wien oder Linz starten können.“

Zwei Frequenzen

Möglich ist die höhere Geschwindigkeit durch Carrier Aggregation. Dabei werden zwei Frequenzen gleichzeitig genutzt, das Band mit 800 MHz und 2,6 GHz. Um die höhere Geschwindigkeit zu nutzen, muss das Endgerät Carrier Aggregation unterstützen. „Im A1-Sortiment sind das derzeit das Samsung Galaxy Alpha und ein Huawei 4G-Router. Im ersten Quartal 2015 kommen weitere Smartphones hinzu“, so Grausam.

Ein positiver Nebeneffekt der Nutzung zweier Frequenzen ist, dass die LTE-Abdeckung in Gebäuden und Innenräumen besser werden soll.

Nächste Schritte

Für A1 ist die Carrier Aggregation ein Schritt in die Richtung LTE-Advanced, der nächsten Entwicklungsstufe von LTE. „Als nächstes aggregieren wir mit drei Frequenzbändern, um 450 Mbit zu erreichen. 2020 wird 5G Roll-Out-fähig, mit Datenraten von bis zu einem Gbit“, sagt Grausam.

Damit der Fahrplan eingehalten werden kann, muss die Rechtmäßigkeit der LTE-Frequenzauktion bestätigt werden. Bis Ende des Jahres will der Verwaltungsgerichtshof darüber entscheiden. „Würde die Frequenzauktion gekippt werden, wäre das nicht nur ein Rückschritt für LTE-Advanced, sondern auch für die Branche und das gesamte Land Österreich. Durch das Aufheben der Auktion wäre nur 2,6 GHz für LTE zugelassen und das ist nur für den städtischen Bereich geeignet“, sagt Grausam.

Erstellt am 25.11.2014