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24.12.2016

Akku-Probleme: Macbook Pro "nicht empfehlenswert"

Erstmals ist Apple mit einem neuen Macbook Pro beim Test des Konsumenten-Portals Consumer Reports durchgefallen. Die unzuverlässige Akkuleistung steht im Zentrum der Kritik.

Apples Akku-Probleme bei den neuen Macbook Pros drohen den Ruf der Geräte zu ruinieren. Nachdem immer mehr User von unerklärlichen Akku-Schwankungen berichten, fielen die Modelle nun auch bei der US-Konsumentenorganisation Consumer Reports durch. Die Geräte wurden - offenbar erstmals in der Geschichte der Non-Profit-Organisation - als "nicht empfehlenswert" eingestuft. Für Apples teure Vorzeigemodelle im gesamten Mac-Line-up ist das ein peinliches Fazit.

Display und Leistung sehr gut

Die Tester hielten fest, dass sowohl die Display-Qualität als auch die allgemeine Leistung "sehr gut" seien. Ruiniert wird das Nutzererlebnis aber auch laut Consumer Reports durch die völlig unzuverlässige Akkuleistung. Während die Nutzungsdauer in einigen Tests bei weit über zehn Stunden war, fiel die Akku-Performance trotz gleicher Test-Parameter bei anderen Durchläufen auf wenige Stunden. Alle Macbook-Pro-Modelle sind betroffen.

Was für die seltsame Akku-Performance verantwortlich ist, bleibt ein kleines Mysterium. Dem Magazin zufolge könnte ausgerechnet Safari ein Problem sein - alle Tests liefen über den von Apple als besonders ressourcen-sparend vorgesehenen Standard-Browser. Tests, die das Magazin zusätzlich mit Chrome durchführten, zeigten hingegen keine Akku-Probleme.

Apple blendet Akku-Anzeige aus

Apple selbst gibt sich bislang zugeknöpft und versuchte eine mehr schlecht als rechte Schadensbegrenzung, indem es die verbleibende Akkudauer in der Leiste einfach ausblendete. Den Bericht des bekannten Konsumenten-Magazin nimmt man in der Apple-Zentrale aber offenbar ernst. Apple-Manager Phil Schiller versprach in einem Tweet, der Sache auf den Grund zu gehen. Eigene Tests würden den Consumer-Reports-Bericht nicht bestätigen.

Ob das offensichtliche Problem mit Software-Updates behoben werden kann oder doch eine grundlegende Hardware-Abstimmung das Problem ist, wird sich wohl erst zeigen.