Produkte 26.05.2014

Apple entwickelt Schnittstelle für Smart Home

Medienberichten zufolge wird Apple in einer Woche ein System zur Heimautomatisierung vorstellen, bei der das iPhone zur Fernbedienung für Haushaltsgeräte wird.

Wie die Financial Times berichtet, soll Apple an eigenen Smart-Home-Anwendungen arbeiten. Diese sollen fixer Bestandteil von iOS 8 sein, das voraussichtlich am Montag, dem 2.6., im Rahmen von Apples Entwicklermesse WWDC vorgestellt wird.

Apple soll hauptsächlich die Schnittstelle zur Heimautomatisierung zur Verfügung stellen – die entsprechenden Geräte kommen von Hardware-Partnern. Ähnlich wie beim „Made for iPhone“- und „Made for iPad“-Programm für Geräte-Zubehör, könnten zukünftig Alarmanlagen, Thermostate und Küchengeräte dieses Siegel tragen. So könnte man mit dem iPhone das Garagentor öffnen oder mit dem iPad die Rollos runterlassen und das Licht einschalten.

Wie die Apple-Geräte mit dem Smart Home verbunden werden, ist noch nicht bekannt. Dies könnte etwa durch Apples Bluetooth-Technologie iBeacon geschehen. Möglich wäre auch, dass das iPhone 6 über ein NFC-Modul verfügen wird. So wäre es etwa denkbar, dass das Smart Home erkennt, wenn das iPhone in der Nähe ist. Kommt man etwa nachhause, wird automatisch das Licht eingeschaltet und der Flat-TV eingeschaltet. Verlässt man das Haus, werden alle elektronischen Geräte abgeschaltet und die Heizung zurückgedreht.

Smartes Licht

Verschiedene Dritthersteller haben bereits Produkte veröffentlicht, die Apple-Geräte zur Steuerung von Smart-Home-Anwendungen nutzen. Dazu gehören die Alarmanlagen und Thermostate des Unternehmens Nest Labs, das Anfang des Jahres von Google gekauft wurde. Philips verkauft mit Hue ein LED-Licht, dessen Farbe und Helligkeit über eine App gesteuert wird.

Apples neue Schnittstelle soll eine Vielzahl weiterer Smart-Home-Produkte hervorbringen. Die Financial Times geht davon aus, dass im Rahmen des „Made for“-Programms die Geräte von Apple auf ihre Sicherheit überprüft werden. Die Übernahme von Nest durch Google warf Fragen zum Datenschutz auf. Zuletzt gab es sogar Spekulationen, dass Google Werbung auf den Thermostaten von Nest anzeigen wolle. Diese Gerüchte wurden vom Nest-Gründer Tony Fadell dementiert.

Nutzen Sie Smart-Home-Anwendungen?

( futurezone ) Erstellt am 26.05.2014