© Rovio

Produkte
10/04/2012

Bad Piggies: Sauschweres Game folgt Angry Birds

Mit dem bekannten Vogel-Spiel hat die finnische Firma Rovio einen Welt-Hit geschafft, der seinesgleichen sucht - der Titel schaffte eine Milliarde Downloads. Bad Piggies, das an die Story des Vorgängers anknüpft, macht die grünen Schweine zu den Stars des neuen Puzzle-Physik-Games - das ziemlich fordernd ist, wie ein erster futurezone-Check zeigt.

Ging es bei Angry Birds noch um das Zerstören von Grüne-Schweinchen-Behausungen, steht Bad Piggies (79 Cent für iPhone, 2,39 Euro für iPad, 3,99 Euro für Mac4,95 Dollar für PC, vorerst gratis für Android) vielmehr im Zeichen des Konstruierens. Denn als Spieler muss man seinem grünen Schwein ein Vehikel bauen, mit dem man es über einen Parcour ins Ziel schaffen kann.

Dabei setzt Bad Piggies neben der bekannten Comic-Optik wie der Vorgänger auf das Spiel-Prinzip Physik. Kisten, Räder, Ventilatoren, Blasbälger uvm. müssen zu einem Gefährt zusammengebaut werden - und dieses wird dann anhand vom Spieler zu setzenden Aktionen (z.B. Blasbalg aktivieren, der Luft ausstößt) über das Feld gelenkt.

Punkte gibt es nicht nur für das Erreichen des Ziels, sondern auch für die Bewältigung von zusätzlichen Aufgaben - etwa das Unterbieten einer vorgegebenen Zeit, den Verzicht auf bestimmte Bauteile oder das Sammeln von Bonus-Kisten.

Bad Piggies

Bad Piggies

Bad Piggies

Bad Piggies

Bad Piggies

Bad Piggies, das vorerst 60 Level bietet, wird ziemlich schnell ziemlich schwer: Lassen sich die ersten Aufgaben noch relativ einfach bewältigen, muss man bald intensiv herumprobieren, bis das eigene Konstrukt das Schwein auch ans Ziel bringt. Zudem kommen immer wieder neue Bausteine (z.B. Dynamit) dazu, die die Kombinationsmöglichkeiten schnell um ein Vielfaches erhöhen. So ändert sich die Flugbahn eines Konstrukts deutlich, wenn man rechts zwei statt drei Limonade-Flaschen als Antrieb montiert. Zum Glück gibt es pro Level einen Tipp, der sich hinter dem Glühbirnen-Symbol versteckt.

Dass das Game relativ schwer und deswegen nicht so zugänglich wie Angry Birds ist, wo man einfach mal drauflosballern konnte, ist Kalkül. Denn per In-App-Kauf kann man sich einen Schweine-Mechaniker kaufen, der je nach Betrag x Mal das richtige Vehikel automatisch zusammenbaut (z.B. 10 Hilfen für 1,59 Euro). Ans Ziel steuern muss man es danach aber trotzdem selbst.

Fazit
Bad Piggies macht durchaus Spaß und sei vor allem jenen empfohlen, die bei Puzzle-Spielen gerne tüfteln und viel Geduld haben. Da das Game aber deutlich schwerer als Angry Birds ist und die Hauptcharaktere nicht so sympathisch sind (wer will ein grünes Schwein als Plüschtier?), bleibt abzuwarten, ob es die Massen für sich gewinnen kann. In den USA hat es der Titel innerhalb weniger Stunden auf Platz 1 der App-Store-Charts geschafft, Österreicher sind da ein wenig Hype-resistenter: Hierzulande konnte Bad Piggies die Chat-Applikation WhatsApp bis Donnerstag Abend nicht von Platz 1 verdrängen.

Mehr zum Thema

  • 25 Milliarden Downloads im Google Play Store
  • "Der App Store ist ein ungemütliches Pflaster"
  • Angry Birds auf Curiositys Spuren
  • Angry Birds eine Milliarde Mal heruntergeladen