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Konsolenspiele
04/26/2012

Crytek wünscht sich "Ende gebrauchter Spiele"

Das Spielestudio, das unter anderem für die Crysis-Reihe verantwortlich ist, wünscht sich einen "Mechanismus", der den Weiterverkauf gebrauchter Spiele verhindert. Die Downloadzahlen seien zwar "schmeichelhaft" aber wirtschaftlich nur schwer verkraftbar.

Rasmus Højengaard, Leiter des Creative Development-Teams bei Crytek, hat gegenüber der Branchenzeitschrift CVG in einem Interview kritische Äußerungen getätigt. Das Spielestudio, das neben Far Cry auch für die Crysis-Reihe verantwortlich ist, lieferte vergangenes Jahr mit Crysis 2 einen Bestseller ab. Innerhalb von nur vier Monaten wurde das Spiel drei Millionen Mal verkauft -

. Damit war Crysis 2 nicht nur eines der erfolgreichsten Spiele des vergangenen Jahres, sondern auch das am meisten heruntergeladene. "Es ist einerseits schmeichelhaft, regt aber zugleich auch auf. Denn uns entgeht dabei dermaßen viel Umsatz. So viele Menschen wollen offenbar Crysis 2 spielen, aber sind nicht bereit dafür zu bezahlen. Das ist enttäuschend."

Eine Million Kunden mehr
Im Interview erklärt Højengaard, dass er zwar nicht glaubt, dass Crytek durch illegale Kopien vier Millionen Kunden entgangen sind, doch ein Viertel - somit eine Million - seien durchaus realistisch. Auf die Frage nach den Maßnahmen der Konsolenhersteller gegen den Verkauf von gebrauchten Spielen reagierte er durchaus positiv. "Aus wirtschaftlicher Sicht wäre das großartig. Es ist merkwürdig, dass der Weiterverkauf von Spielen immer noch erlaubt ist, da das ja in anderen Softwarebranchen nicht üblich ist." Ein derartiger Mechanismus wird allerdings bei der nächsten Konsolengeneration, die voraussichtlich auf Downloads setzen wird, ohnehin nicht mehr notwendig sein.

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