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28.02.2017

Eigener Chip: Xiaomi präsentiert Mi 5c

Xiaomi Mi 5c © Bild: Xiaomi

Der chinesische Hersteller Xiaomi bringt mit dem Mi 5c erstmals ein Smartphone auf den Markt, in dem ein eigenes Chipset zum EInsatz kommt.

Das Mi 5c soll am dritten März in China erscheinen und rund 220 US-Dollar kosten. In dem Gerät werkelt erstmals ein von Xiaomi produzierter Achtkern-Chip namens Surge S1. Daneben gibt es ein 5,15-Zoll-Display in Full HD, drei Gigabyte RAM, 64 Gigabyte Speicher, einen frontseitigen Fingerabdruckleser und zwei SIM-Slots. Der hauseigene Prozessor soll den Stromverbrauch senken, weshalb der Akku des Mi 5c mit 2860 mAh relativ bescheiden dimensioniert wurde. Dadurch wird auch das Gehäuse dünner, es ist nur 7,09 Millimeter dick. Durch Schnellladetechnologie soll sich der Akku zudem rasch wieder befüllen lassen. Die Hauptkamera löst mit 12 Megapixel auf, der Sensor hat etwas größere Pixel als der Durchschnitt, einen Bildstabilisator sucht man dagegen vergebens.

Der Surge S1 Chip befindet sich bereits seit Oktober 2014 in Entwicklung, daher basiert er auf einer schon leicht betagten Plattform. Der Chip setzt auf dem 28-Nanometer-Verfahren der Chipschmiede TSMC auf und beinhaltet acht batteriesparende Cortex-A53-Kerne. Vier davon takten mit 2,2 Gigahertz, der Rest kommt nicht über 1,4 Gigahertz hinaus. Grafikaufgaben übernimmt eine Mali-T860-GPU. Die Daten des Xiaomi-Chips sind ungefähr vergleichbar mit Mittelklasse-Chipsets wie Qualcomms Snapdragon 625 und MediaTeks Helio P20. Derzeit ist der Surge S1 nur für chinesische Mobilfunkstandards ausgelegt. Das könnte sich in Zukunft aber ändern. Sollte Xiaomi mit dem eigenen Chipset erfolgreich sein, wären bisherige Zulieferer wie Mediatek die Leidtragenden.