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13.10.2016

Erste Bank prüft Kunden-PCs auf Viren und Trojaner

Um Online-Banking, aber auch andere Computer-Tätigkeiten sicherer zu gestalten, kooperieren Erste Bank und Sparkassen mit dem Security-Hersteller Ikarus.

Im Kampf gegen Viren, Trojaner und andere Schadsoftware bieten Erste Bank und Sparkassen ihren Kunden ein neues Service an, das den Computer auf Sicherheitsbedrohungen prüft. In Kooperation mit dem österreichischen Security-Anbieter Ikarus führen Sicherheitsexperten per Fernwartung eine Diagnose durch – etwa, ob der Virenschutz, aber auch das Betriebssystem und installierte Programme auf dem neuesten Stand sind und lösen etwaige entdeckte Sicherheitsprobleme.

Digitaler Pannenservice

„Immer wieder fragen Kunden unsere Betreuer, ob ihr Computer denn ausreichend geschützt ist und wie man überprüfen kann, ob die Antivirensoftware aktuell ist. Diesen Kunden wollen wir mit unserem digitalen Pannenservice helfen“, erklärt Petra Postl von der Erste Bank im Gespräch mit der futurezone. Das im Juni gestartete Service ist bis Ende des Jahres gratis, danach wird entschieden, ob und in welcher Form das Angebot weitergeführt wird. Man wolle zunächst aber noch Feedback sammeln, wie das Service überhaupt bei den Usern ankomme.

Ganz ohne Mithilfe der Kunden geht die Inanspruchnahme dieses Dienstes aber nicht. Damit Ikarus-Mitarbeiter den Computer per Fernwartung überprüfen können, muss über die Ikarus-Webseite die TeamViewer-Software heruntergeladen und installiert werden. Nachdem die Ausführung der Software bestätigt wurde erscheint eine entsprechende ID und ein Passwort – dieses muss dem Ikarus-Mitarbeiter schließlich telefonisch mitgeteilt werden, damit der Zugriff auf den Computer gestattet wird. Die Bank legt wert darauf, dass User den Prozess selbst starten, also aktiv dort anrufen und die Fernwartung freigeben müssen, um Support zu bekommen, niemals umgekehrt.

Fernzugriff gängige Methode

Den Einwand, dass der Fernzugriff auf den eigenen PC bei manchen Kunden gemischte Gefühle auslösen könnte, lässt Ikarus-Chef Josef Pichlmayr nicht gelten. „Mittlerweile wickeln wir zwei Drittel unseres Supports über die verschlüsselte TeamViewer-Verbindung ab. Der Zugang zum Computer ist nur einmalig und temporär, zudem seht der Kunde ganz genau, was auf seinem Computer gemacht wird bzw. kann die Sitzung auch jederzeit sofort abbrechen“, erklärt Pichlmayr. „Beim Support über Telefon stößt man aufgrund der Komplexität der Materie sehr schnell an Grenzen – das funktioniert mit Fernzugriff auf das System viel besser.“

Das Bewusstsein von Kunden in puncto Sicherheit habe nicht zuletzt durch die verstärkten Informations- und Aufklärungskampagnen der Banken zugenommen. Zuletzt sei bei den Banken, die viel in die Sicherheit der eigenen Infrastruktur investiert hätten, auch ein leichter Rückgang der Angriffe verzeichnet worden. „Banken, welche die Authentifizierung von Kunden gut umgesetzt bzw. interne Prüfmechanismen installiert haben, die bei verdächtigen Kontobewegungen Alarm schlagen und die Transaktion stoppen, sind für Cyberkriminelle naturgemäß nicht so attraktiv. Im internationalen Vergleich stehen die österreichischen Banken diesbezüglich eigentlich recht gut da“, sagt Pichlmayr zur futurezone. Besondere Vorsicht sei allerdings weiterhin immer angebracht.

Diverse Maßnahmen

Erste Bank und Sparkassen sehen das „digitale Pannenservice“ nur als eine Maßnahme, um Online-Banking so sicher wie möglich zu gestalten. Im eigens gestalteten Sicherheitscenter sicherheit.sparkasse.at werden Kunden über Themen wie Phishing, betrügerische Mails, aber auch den richtigen Umgang mit Bankomat- und Kreditkarten sowie mobiles Banking informiert.

Im Online-Banking George gibt es seit kurzem auch ein kostenpflichtiges Versicherungs-Plug-in namens George Airbag, das finanzielle Schäden abdeckt, die durch Cybercrime-Attacken und Online-Betrügerei verursacht wurden. Kunden von Erste Bank und Sparkasse können ihr Android-Gerät zudem mit einer Virenschutz App aufrüsten und bekommen die 3-Jahres Lizenz von Ikarus vergünstigt um 9,90 Euro.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit Erste Bank und Sparkassen. Die redaktionelle Verantwortung obliegt allein der futurezone-Redaktion.